Von (dpa) |
20.02.2012
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Nürnberg
Auf einmal Glückspilze
2:1 - ausgerechnet Esswein und Pekhart machen den Club zum Sieger
Nürnberg. (dpa) Die Verlierer der Woche waren beim 1. FC Nürnberg die großen Gewinner des Wochenendes.
Endlich: Tomas Pekhart bejubelt sein Tor zum 2:1. Die Nürnberger feierten gegen Köln einen enorm wichtigen Sieg. Bild: dpa
Vor wenigen Tagen noch wurden Alexander Esswein und Tomas Pekhart als Buhmänner beim fränkischen Fußball-Bundesligisten ausgemacht, mussten sich von vielen Anhängern Unschönes anhören und in den fränkischen Blättern Unschönes lesen. Die beiden Offensivkräfte hatten in den jüngsten Partien viele Großchancen leichtfertig liegen lassen - im Abstiegsduell mit dem 1. FC Köln war alles anders. U-21-Nationalstürmer Esswein traf beim 2:1 (1:0) zur Führung, Stoßstürmer Pekhart sicherte spät die drei Punkte.
Aus den beiden Buhmännern wurden zumindest am Samstag für wenige Stunden kleine Glückspilze - und aus den Nürnberger Abstiegskämpfern sorgenfreie Fußballprofis. "Keine Frage: Sieben Punkte sind sieben Punkte, da lügt die Tabelle nicht", bekannte Debütant Hanno Balitsch. Nach seiner langen Muskelverletzung lief der Winter-Zugang erstmals im fränkischen Bundesligadress auf - und sorgte gleich für Struktur und Ordnung im Mittelfeld der Clubberer. "Er hat 60, 65 Minuten ein ordentliches Spiel gemacht", lobte Trainer Dieter Hecking, der drei Wochen auf Mike Frantz (Muskelfaserriss) verzichten muss.
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Nürnberg
Auf einmal Glückspilze
2:1 - ausgerechnet Esswein und Pekhart machen den Club zum Sieger
Danach ging Balitsch die Puste aus, er wurde wie verabredet ausgetauscht. Den Sieg tüteten seine Teamkollegen trotzdem ein. "Dafür gebührt der Mannschaft ein Kompliment. Das war ein Big Point", stellte Hecking nach den Toren von Esswein (28. Spielminute) und Pekhart (85.) bei einem unnötigen Gegentor von Milivoje Novakovic (66.) heraus. Ein verdienter Sieg gegen farblose und einfallslose Kölner Abstiegskonkurrenten. "Wenn man auf die Tabelle guckt, dann sieht es gut aus", meinte Hecking - und gab sich gleich wieder zurückhaltend: "Wir müssen uns noch auf eine knallharte Runde einstellen. Aber mit so einem Sieg im Rücken fällt alles leichter."
Ein "Riesenstein" fiel auch dem wuseligen Linksaußen Esswein vom Herzen. Der 21-Jährige war vor dem letzten Spiel in Augsburg (0:0) obendrein von Coach Hecking noch kurzfristig aus der ersten Elf gestrichen worden - wegen lascher Trainingsleistungen. In den Fanforen kam das nicht gut an. "Damit muss man umgehen können. Wir werden alle gut bezahlt dafür, wir sind Fußballprofis", meinte er. Esswein lief nach seinem 1:0 in Richtung Auswechselbank - direkt in die Arme von Daniel Didavi. Auch ihm hatte Hecking einen Denkzettel verpasst, schon zum zweiten Mal saß der Mittelfeldmann nun draußen. Vielleicht schlägt ja nächste Woche Didavis große Stunde: Dann treten die Nürnberger als Außenseiter bei Werder Bremen an.
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