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Bodenwöhr
Läutet das Totenglöckchen?
Bürgermeister prophezeit es für die Ortskernsanierung - Mit 8:8 Rathaus-Projekt abgelehnt
Bodenwöhr. Es ging ordentlich zur Sache. Mal wieder. Dem neutralen Beobachter bei der Gemeinderatsitzung am Mittwochabend schwante angesichts einiger Tagesordnungspunkte nichts Gutes. Er sollte nicht "enttäuscht" werden. So wurde nach langer Auseinandersetzung der Um- und Anbau des alten Rathauses bei Stimmengleichheit "gecancelt".
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| Für die Bücherei und das Touristik-Büro im alten Rathaus muss wohl rasch eine andere Bleibe gesucht werden. Der marode bauliche Zustand einer Tragedecke und -wand zwingt dazu. Bild: Götz |
Räumliche Not beseitigen
Eva Ziegler (CSU) fragte nach der Dimensionierung der Baukörper. 409 Quadratmeter im Alt- und 598 im Neubau umfasst laut Brasch die gesamte Nutzfläche. Bürgermeister Richard Stabl (BLB) erachtete die Maßnahme nochmals als dringend notwendig, schon allein um die räumliche Not der Verwaltung im jetzigen Standort zu beseitigen. Mit dem Anbau würden zudem Flächen wie ein Sitzungssaal geschaffen. Bei einer 70-prozentigen Förderung seien die veranschlagten 1,8 Millionen zu schultern. Zudem diene das Projekt der Weiterentwicklung des Ortes. Damit war die Diskussion eröffnet, ging es "in die Vollen". Auch nach der Sanierung sei das Rathaus noch ein altes Gebäude, betonte Hans Bollwein (CSU). "Viele Räume mit repräsentativem Charakter", machte Randolf Alesch (CSU) aus. Das Raumprogramm sei schlüssig, hielt der Architekt dagegen. Konkurrenz für die benachbarten Gastwirtschaften sah Albert Bauer (CSU) im neuen Gebäudetrakt. "Die Gemeinde hat das Geld nicht, die Verschuldung würde weiter steigen", argumentierte SPD-Rat Josef Kagerer.
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