Von (dpa) |
15.02.2012
| Netzcode: 3140693 | 62 Mal gelesen.
Berlin
Gefährlicher Stress im Büro
Forscher warnen vor Risikofaktor für Herzinfarkte
Forscher warnen vor zunehmendem Büro-Stress als einer Ursache für die jährlich mehr als 207 000 Herzinfarkte in Deutschland. So litten 9,3 Prozent der Beschäftigten in der Bundesrepublik unter einer Krise, die von steigendem Arbeitsdruck bei gleichzeitig als mangelhaft empfundener Anerkennung oder Bezahlung herrühre. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten DAK-Gesundheitsreport hervor.
"Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Bluttfettwerte das sind alles Risikofaktoren, die uns geläufig sind", sagte Studienautor Hans-Dieter Nolting. Nun müssten nicht zuletzt von Jobproblemen herrührende psychische Ursachen stärker in den Blick genommen werden. Am häufigsten sehen Facharbeiter und Arbeiter große Anstrengung und geringe Belohnung im Missverhältnis. "15 Prozent sagen, sie hätten eine Verschlechterung der Arbeitssituation erfahren", sagte Nolting. Rund 22 Prozent der Befragten gaben an, stark unter häufigem Zeitdruck zu leiden. Über zu wenig Lohn klagen rund 23 Prozent, über mangelnde Anerkennung durch Chefs und ihr Umfeld rund 17 Prozent.
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Berlin
Gefährlicher Stress im Büro
Forscher warnen vor Risikofaktor für Herzinfarkte
DAK-Gesundheit-Chef Herbert Rebscher hält es nach eigenen Worten für plausibel, dass wachsende psychosoziale Belastung am Arbeitsplatz zu Herzinfarkten führen könne. Auch die ständige Verfügbarkeit durch neue Technologien - etwa mobiles Internet - könne zu den Ursachen zählen. Die Arbeitnehmer in Deutschland haben sich nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr wieder häufiger krankgemeldet. Im Jahr 2011 waren TK-Versicherte durchschnittlich 13 Tage krankgeschrieben, wie die Kasse in Hamburg mitteilte. Das sind 0,7 Tage oder 6,3 Prozent mehr als 2010.
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(dpa/KNA) Mit Empörung haben Spitzenpolitiker auf Thesen von Autor Thilo Sarrazin (SPD) zu einer Verbindung von Holocaust und Euro-Krise reagiert. Der ehemalige Bundesbankvorstand diskutierte am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" mit Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) über sein neues Buch "Europa braucht den Euro nicht".
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