Von (dpa) |
15.02.2012
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Dormagen/Düsseldorf
Alptraum für jeden Autofahrer
Plötzlich nimmt dichter Qualm auf der Autobahn die Sicht: 21 Fahrzeuge krachen ineinander
Dormagen/Düsseldorf. (dpa) Ein Brand unter einer Brücke hat auf der Autobahn 57 zwischen Köln und Düsseldorf eine Massenkarambolage ausgelöst. Ein Mann starb, 13 Menschen wurden bei den Unfällen in der Nacht zum Dienstag zum Teil schwer verletzt.
Der dichte Qualm von brennenden Plastikrohren nahm den Autofahrern die Sicht, sechs Laster und 15 Personenwagen krachten ineinander. "Wir gehen aufgrund der Umstände davon aus, dass wir eine Brandstiftung haben müssen", sagte Polizeisprecher Andreas Czogalla. Die Polizei ermittle in diese Richtung.
So stark war das Feuer, dass aus der Decke der Brücke dicke Brocken, so groß wie Autoreifen, herausgeplatzt sind. Alles ist voller Ruß.
Plastikrohre verbrannt
Die vielbefahrene Autobahn bleibt mindestens bis zum Wochenende zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord komplett gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet. Die Erneuerung der Brücke wird nach ersten Einschätzungen eineinhalb Jahre dauern.
Die Plastikrohre waren auf einem asphaltierten Feldweg unter der Brücke gelagert. Es sei nicht denkbar, dass sich die Rohre selbst entzündet hätten, sagte der Polizeisprecher. "Wir stehen erst am Anfang und müssen die konkreten Umstände der Brandlegung ermitteln", sagte Staatsanwalt Andreas Ridder. Daten und Ermittlungsergebnisse müssten zusammengetragen werden. Das könne "einige wenige Tage" dauern.
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Dormagen/Düsseldorf
Alptraum für jeden Autofahrer
Plötzlich nimmt dichter Qualm auf der Autobahn die Sicht: 21 Fahrzeuge krachen ineinander
Hilfskräfte begannen mit der Bergung der Unfallfahrzeuge. Sie zogen Lastwagen und Autos mit einer Seilwinde von der Brücke. Schweres Bergungsgerät konnte wegen der Einsturzgefahr nicht eingesetzt werden.
Unter einen der Lastwagen war mit seinem Geländewagen der Mann geraten, der den Massenunfall nicht überlebt hat. "Er war auf der Stelle tot", sagt der Polizeisprecher. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 29 Jahre alten Mann aus Jüchen, zwei Unfallopfer wurden schwer verletzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro. Die Kosten für den Wiederaufbau der stark beschädigten Brücke waren zunächst nicht absehbar. Die 67 Meter lange Autobahnbrücke wurde 1963 für den Verkehr freigegeben. Täglich fahren rund 70 000 Fahrzeuge über das vierspurige Bauwerk.
"Man soll es kaum glauben, aber der Mann hat überlebt", sagt ein Polizeisprecher und deutet auf das völlig zerbeulte Fahrerhaus eines Lastwagens: Es ist nicht viel davon übrig geblieben, die Front ist tief eingedrückt, die zerborstene Frontscheibe hängt als Lappen herunter. Als wäre nichts passiert, stecken in einer Klarsichthülle noch die Anweisungen für die Tour. Der Fahrer war von Krefeld in den Kölner Raum unterwegs.
Auch ein Autotransporter mit acht Neuwagen auf der Ladefläche ist in den Massenunfall geraten.
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