Athen
Weg frei für Hilfen
Griechisches Parlament stimmt neuen Sparmaßnahmen zu
Währungskommissar Olli Rehn sagte, die "Zustimmung ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Annahme des zweiten Hilfspakets". Das neue Paket soll 130 Milliarden Euro umfassen. Rehn zeigte sich zuversichtlich, dass Athen bis zum Treffen der Euro-Finanzminister am Mittwoch alle Bedingungen erfüllt, so dass die Hilfe freigegeben werden kann. Die Einschnitte in Griechenland sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015 vor.
In der Nacht zum Montag hatten im 300 Abgeordnete zählenden Parlament 199 Abgeordnete der Sozialisten und der Konservativen sowie einige unabhängige Abgeordnete für das Sparpaket votiert. Es gab 74 Gegenstimmen. Fünf Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Anwesend waren 278 Abgeordnete.
Gewalttätige Randalierer lieferten sich in der Nacht zum Montag Straßenschlachten mit der Polizei und verwüsteten weite Teile des Zentrums von Athen. Es gab Dutzende Verletzte, zahlreiche Randalierer wurden festgenommen. Geschäfte wurden geplündert und Gebäude gingen in Flammen auf. (Seite 8)
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