Von Chris Melzer, dpa |
13.02.2012
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Los Angeles
"Wir werden dich immer lieben"
Pop- und Soul-Sängerin Whitney Houston stirbt im Alter von 48 Jahren
Los Angeles. Die Reporter und Promis waren alle schon da, weil sie feiern wollten, auch mit Whitney Houston. Doch wenige Stunden vor einer Grammy-Party in Beverly Hills verbreitete sich die schreckliche Nachricht: die Queen of Pop ist tot. Whitney Houston wurde nur 48 Jahre alt.
Whitney Houston war Gänsehaut. Wenn sie sang, ins Mikrofon seufzte oder einfach nur die Liedzeilen hauchte, konnten ganze Stadien in Stille erstarren. Wenn sie losrockte, ob mit Pop-, Blues- oder Gospelsongs, konnten ganze Hallen zum Kochen gebracht werden.
Und wenn sie mit ihren großen Augen von der Leinwand blickte, konnten Millionen Kinozuschauer ins Träumen geraten. Whitney Houston war ein Superstar, die Queen of Pop, eine Legende. Obwohl Houston in den letzten zehn Jahren mehr mit Alkohol und Drogen als mit Musik und Filmen, mehr mit Entziehungskuren und Aussetzern als mit Hits und Balladen Schlagzeilen gemacht hatte, war die Nachricht ein Schock. Nur Stunden vorher war noch über ein baldiges Comeback spekuliert worden.
Musik in Wiege gelegt
Am Samstagabend sollte sie auf der glanzvollen Party erscheinen, die ihr Entdecker Clive Davis immer am Vorabend der Grammy-Verleihung inszeniert. Doch als die schwarzen Limousinen vorfuhren, standen da schon die Autos der Ermittler. Diese untersuchten die Leiche des Superstars, während ein paar Stockwerke weiter unten gefeiert wurde.
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Los Angeles
"Wir werden dich immer lieben"
Pop- und Soul-Sängerin Whitney Houston stirbt im Alter von 48 Jahren
Bei niemandem passte wohl die Formulierung besser, dass ihr die Musik in die Wiege gelegt wurde, als sie am 9. August 1963 in Newark bei New York geboren wurde. Houstons Mutter sang im Hintergrundchor von Elvis Presley, ihre Cousinen Dionne und Dee Dee Warwick wurden Soul-Stars. Und ihre Patentante ist eine gewisse Aretha Franklin.
Ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trug, schlug schon ein wie eine Bombe. Gleich drei Songs wurden Nummer-Eins-Hits und auch die Platte selbst kletterte an die Spitze der Charts. Das zweite Album, mit dem ebenso einfachen Titel "Whitney", enthielt Chartstürmer wie "I Wanna Dance With Somebody" oder die Ballade "Where Do Broken Hearts Go". Wem das nicht Gänsehaut genug war, bekam sie bei "One Moment in Time", dem offiziellen Lied der Olympischen Spiele 1988.
In den neunziger Jahren war Houston auch als Schauspielerin erfolgreich. Unvergessen ist die zierliche Sängerin in den Armen von Kevin Costner in "The Bodyguard". Mit dem Song "I Will Always Love You", der sich in den USA 14 Wochen auf Platz eins hielt, schenkte sie nicht nur einer ganzen Generation ihre romantische Hymne. Doch Whitney Houston hatte bald Probleme. Alkohol, Rauschgift - und Bobby Brown. 1992, auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes, heiratete sie den R&B-Sänger und beide haben ein Kind, die nun 18-jährige Bobbi Kristina. Doch die Ehe war nicht selten ein Skandal: Brown galt als schlechter Einfluss, nach 15 Jahren reichte die Sängerin die Scheidung ein. Doch die Drogen bereiteten ihr weiter Probleme.
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Pop- und Soul-Sängerin Whitney Houston stirbt im Alter von 48 Jahren
"Mein schlimmster Feind"
Dabei war ihr immer wieder ein Comeback gelungen. "My Love Is Your Love" wurde 1998 ebenso zum Erfolg wie vier Jahre später "Just Whitney...". Doch trotz des Erfolgs bekam sie ihr Leben nicht in den Griff. Im Mai ging sie erneut in eine Entzugsklinik. "Der größte Teufel für mich bin ich selbst", hatte sie vor fast zehn Jahren gesagt. "Ich bin mein bester Freund oder mein schlimmster Feind."
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