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Amberg
Strahlen können Alternative sein
Zweiter Teil des Gesundheitsforums befasst sich mit der Therapie entzündlicher Weichteilerkrankung
Amberg. Reges Interesse fand auch der zweite Beitrag zum diesjährigen Gesundheitsforum zum Thema "Therapie von schmerzhaften entzündlichen Weichteilerkrankungen", vorgetragen von Privatdozentin Dr. Antje Fahrig, Chefärztin der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum, und Dr. Anja Tobermann, Fachärztin für Strahlentherapie.
Dass die Strahlentherapie als eine wesentliche Form der Krebsbehandlung erfolgreich eingesetzt wird, ist allgemein bekannt. Dass sie aber auch eine wirksame Therapie-Option bei gutartigen Erkrankungen sein kann, ist wenig bekannt. Auch wenn man seit geraumer Zeit wisse, dass Röntgenstrahlen niedrig dosiert Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen könnten sowie überschießende Gewebeneubildung verhindern, so die Medizinerinnen.Gerade bei der Beseitigung von Schmerzzuständen bei entzündlichen Gelenk- und Weichteilerkrankungen seien sehr gute Erfolge mit Ansprechraten zwischen 70 und über 90 Prozent erzielt. So ließen sich hartnäckige Beschwerden von Arthrosen im Knie-, Schulter-, Hüft- oder Daumengrundgelenksbereich, bei Fersensporn oder Tennisellenbogen durch eine Bestrahlung bessern. Bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates könnten verschiedene Behandlungsoptionen eingesetzt werden, unter anderem Medikamente, Physiotherapie, Krankengymnastik oder Injektionen. Diese könnten auch vorhandene Beschwerden bessern, aber oft nicht dauerhaft. Die Bestrahlung dagegen könne bei 70 bis 90 Prozent der Patienten eine langfristige Beschwerdebesserung erzielen. Operative Eingriffe könnten so zu einem großen Teil hinausgezögert werden.
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