Von (oy) |
08.02.2012
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Sulzbach-Rosenberg
Besitzer ganz eng mit einbinden
Bauamt will mit Fragebogenaktion Leerstände in der Altstadt ermitteln - Kostenlose Beratung
Sulzbach-Rosenberg. (oy) Die Wiederbelebung von privaten Immobilien in der Altstadt ist ein Herzensanliegen einer jeden Kommune. Für viele ungenutzte Wohnungen und Geschäftsräume ist längst der demografische Wandel als Hauptursache ausgemacht. Mit der Aufstellung eines Leerstandskatasters will das Stadtbauamt diese Entwicklung zumindest abbremsen. Eine Fragebogenaktion soll zunächst mehr Klarheit über den Ist-Zustand bringen.
Mit Freude setzen Max Seibert, Petra Schöllhorn, Carina Spies und Klaus Kurz (von links) das Projekt "Leben und Wohnen in der Altstadt" in die Tat um. Bürgermeister Gerd Geismann (Mitte) lobte die Initiative des Bauamtes.
Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn betonte beim Gespräch mit Bürgermeister Gerd Geismann, dass der Negativentwicklung durch sogenanntes Flächenmanagement entgegengewirkt werden könne. Dabei können zentral Baulücken und leerstehende Gebäude, Räume oder Einheiten in einer städtischen Grundstücks- und Immobilienbörse erfasst werden.
Andererseits sei auch die Unterstützung von Kaufinteressenten oder Bauwilligen bei ihrer Suche möglich. "Wichtig ist dabei aber auch die Beratung der Eigentümer über die Wiederverwendung ihrer Immobilien", so Schöllhorn. Der Startschuss für diese Vorhaben solle nun im Bereich der Sulzbacher Altstadt fallen.
Eine Verlagerung
Der historische Kern sei jetzt schon von den Auswirkungen eines Bevölkerungsrückgangs betroffen, da zudem die Gefahr bestehe, dass sich das Leben, Arbeiten und Einkaufen von der Innenstadt in die Randbereiche verlagere. Wachsende Ansprüche der Kunden wie auch der Nutzer, so die Vertreter des Bauamtes, genügen dem bestehenden Wohn- und Geschäftsraumangebot zum Teil nicht mehr, und viele verlegen ihre Domizile raus aus der Altstadt. Vermehrt stünden deshalb in der Innenstadt Wohnungen, Einzelhandels- und Büroflächen leer.
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Sulzbach-Rosenberg
Besitzer ganz eng mit einbinden
Bauamt will mit Fragebogenaktion Leerstände in der Altstadt ermitteln - Kostenlose Beratung
Andererseits, so die Runde mit Denkmalschützer Max Seibert, Architekt Klaus Kurz und Sachbearbeiterin Carina Spies, seien bei der Verwaltung viele Wohnungssuchende registriert. Ständige Nachfrage bestünde ohnedies nach Büro-, Laden- und Gewerbeeinheiten. In einem ersten Schritt sollen nun Daten für ein Leerstandskataster erfasst werden. "Hierzu hat die Verwaltung einen Fragebogen entwickelt, der zunächst allen Eigentümern von Immobilien in der Altstadt zugesandt wird," so Petra Schöllhorn.
Die Stadt hofft auf einen hohen Rücklauf der Fragebögen, um so gesicherte Daten zum Leerstand in der Altstadt zu erhalten. Nach der Auswertung der Fragebögen sollen entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Altstadt attraktiv für Leben, Arbeiten und Einkaufen zu gestalten und für die Zukunft zu erhalten.
Ausweitung geplant
"Das ganze Projekt soll sehr positiv wirken. Deshalb können sich die Besitzer auch zu einer kostenlosen Beratung an die Fachstellen des Bauamts wenden", resümierte die Stadtbaumeisterin. Bürgermeister Gerd Geismann lobte die Initiative und betonte, dass für die Bürger dabei keine Kosten entstehen sollen. Bei Erfolg könne das Projekt auch auf andere Stadtteile ausgedehnt werden.
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