Ein klares Ja zum ersten Tierfriedhof in der Oberpfalz
Zum Artikel "Abschied in Würde" über den ersten Tierfriedhof in der Oberpfalz:
Kaum wird etwas Neues initiiert, gibt es schon Skeptiker. Man spricht sogar von Vermenschlichung. Die Gefahr ist doch wohl eher, dass unsere Gesellschaft verroht. Ich war die letzten Stunden dabei, als eine Freundin ihren alten, schwerkranken Hund in den Tod begleitete. Dabei habe ich erlebt, dass ein Tier schnellstmöglich aus der warmen Stadtwohnung gebracht werden muss. Aber wohin? Tierentsorgung kam nicht in Frage. Es war eine große Erleichterung, als Mitglieder des "Tierfriedhofs" Weiden schnell und unbürokratisch halfen und eine rasche Bestattung ermöglichten.
Ein Tier, das uns jahrelang ein guter Freund war und uns in allen Lebenssituationen begleitet hat, kann man nicht wie alte Lumpen "verwerten" und industriell bearbeiten. Deshalb mein klares Ja zum Tierfriedhof. Ich hoffe, er findet viele neue Unterstützer. Die rasch gestiegene Mitgliederzahl spricht doch für sich.
Gerti Ahne, 92712 Pirk
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08.02.2012
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Ein klares Ja zum ersten Tierfriedhof in der Oberpfalz
Den "Tierfriedhofskeptikern" möchte ich sagen, dass man es jedem selbst überlassen sollte, ob er sein Haustier "vermenschlicht", denn viele kinderlose Paare, aber vor allem alleinstehende Leute, machen dies und das ist für mich vollkommen nachvollziehbar. Wenn man mit einem Haustier jahrelang zusammenlebt, soll man es dann nach dem Tod einfach entsorgen wie ein altes Kleidungsstück?
Meine Beagle-Hündin ist ein Herz und eine Seele mit meinem Sohn und die ganze Familie hängt sehr an ihr. Sie wird bestimmt nicht irgendwann entsorgt, sondern ein schönes Plätzchen bekommen. Dem Vorsitzenden des Fördervereins "Tierfriedhof" sage ich: Mach bitte weiter so, denn nicht jeder denkt, ein Tier sei nur eine Sache, sondern ein Lebewesen mit oft mehr Herz und Verstand als mancher Mensch.
Bettina Biller92533 Wernberg-Köblitz
Grundsätzlich finde ich es in Ordnung, für liebgewonnene Haustiere einen Ort zu haben, um die Tiere nicht einfach entsorgen zu müssen. Was ich jedoch ganz und gar unpassend finde, sind Kreuze auf den Gräbern der Tiere. Dieses christliche Symbol ist hier ganz und gar fehl am Platz.
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Ein klares Ja zum ersten Tierfriedhof in der Oberpfalz
Waltraud Schießl, 92551Stulln
Ich habe ja volles Verständnis für die vielleicht Jahre- oder gar Jahrzehnte langen Besitzer von Tieren, die ihnen so sehr ans Herz gewachsen sind, wenn sie ihnen eine würdevolle Ruhestätte geben wollen. Aber ehrlich gesagt, haben nicht unsere Mitmenschen auch Nächstenliebe verdient? Es gibt viel Elend und Not auf dieser Welt. Das zu lindern wäre viel wichtiger als das liebe Geld für Tiere auszugeben. Sind in Deutschland schon Tiere mehr wert als Menschen?
Bernhard Helm, 95703 Plößberg
Ich habe selbst zwei Hunde, die krank sind. Wenn ich mal Abschied von ihnen nehmen muss, dann weiß ich heute schon, dass sie in Würde beerdigt werden können. Auch sie werden ein Grab im Tierfriedhof erhalten.
Das bin ich meinen Tieren schuldig. Mein Beagle war schon im Welpenalter für meine todkranke Mutter da, legte sich zu ihr und gab ihr Wärme und das Gefühl, das jemand da ist. Als meine Mutter verstarb, ging es Jimmy (Beagle) nicht gut, er trauerte sehr lange. Heute ist Jimmy fünf Jahre alt und hat Krebs, hat noch eine kurze Zeit zu leben. In dieser Zeit soll ihm all das zurück gegeben werden, was er für meine Mutter getan hat.
Meine kleine Hündin Susi bekam ich von einer die Frau, die dement war. Die Angehörigen wollten sie einschläfern lassen, doch ich nahm sie zu mir. Susi dankt mir dies täglich. Sie ist schwer herzkrank, aber auch sie bekommt Ihr Grab.
Mareike Troglauer, 92249 Vilseck
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