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Düsseldorf/Hannover
Auch der Großvater wäre stolz
Eishockey-Profi Evan Kaufmann vor dem Nationaldebüt - Opa von Nazis verfolgt
Evan Kaufmann hat seinen Frieden mit Deutschland gemacht. Am Freitag will der Eishockey-Profi der Düsseldorfer EG erstmals für das Land spielen, das unter dem Nazi-Regime für die Ermordung vieler Mitglieder seiner jüdischen Familie verantwortlich war. "Mein Großvater hat seine Eltern nie wieder gesehen und konnte auch etwa eine Handvoll seiner Cousins und Cousinen nicht mehr finden", erzählt Kaufmann.Evan entschied sich trotzdem für das deutsche Nationalteam, mit dem er nun beim Vier-Nationen-Turnier Belarus-Cup an diesem Wochenende in Minsk antritt. "Ich musste nicht groß darüber nachdenken. Das ist eine große Ehre." Diesen Satz sagen Sportler oft, wenn sie das erste Mal ins Nationalteam berufen werden. In Kaufmanns Fall ist er keine Phrase. Ungewöhnlich ist sein Debüt nicht nur, weil Kaufmann 1984 in den USA geboren wurde. Bemerkenswert ist es wegen seiner Familiengeschichte. Am Freitag gegen Weißrussland wird er zum ersten Mal als Nationalspieler die deutsche Hymne hören.
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