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Von Alexander Pausch  |  08.02.2012  | Netzcode: 3132048  |  109 Mal gelesen.

Ein Lohnzuwachs täte allen gut, Arbeitnehmern und Volkswirtschaft

Kommentar von Alexander Pausch

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Nackte Griechen. Karikatur: Tomicek
Die Forderung der IG Metall nach 6,5 Prozent mehr Lohn stößt naturgemäß auf viel Zustimmung im Gewerkschafts- und Arbeitnehmerlager, sorgt bei Arbeitgebern aber für heftiges Kopfschütteln. Doch jenseits aller Rituale lohnt es sich, die Forderungen nicht sofort als realitätsfremd zu verteufeln.

Zwar stellt sich die Lage in manchem Unternehmen angesichts der sich abschwächenden Konjunktur nicht mehr ganz so rosig dar wie noch vor einem Jahr. Doch in Deutschland entpuppt sich die Binnennachfrage als Stütze der Wirtschaft, sagt etwa Kai Carstensen vom Ifo-Institut. Eine Binnennachfrage, von der man "gar nicht mehr gedacht hat, dass es sie gibt".

Die Binnennachfrage könnte aber sehr bald wieder einbrechen. Trotz der im vergangenen Jahr etwas besseren Abschlüsse frisst die Inflation die Zuwächse wieder auf. Große Spielräume, ihren Konsum auszuweiten und damit die Nachfrage zu stützen, bleiben den Arbeitnehmerhaushalten damit nicht mehr.

Ein deutlicher Lohnzuwachs täte also allen gut: den Arbeitnehmern und der Volkswirtschaft. Ob es unbedingt 6,5 Prozent sein müssen, müssen die Tarifpartner ausloten.

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