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Von (rns)  |  07.02.2012  | Netzcode: 3132046  |  148 Mal gelesen.
Mitterteich

Opfer noch in den Dreck gestoßen

Gericht verurteilt 20-Jährigen zu zwei Jahren und acht Monaten - Frau Leidensweg nicht erspart

Mitterteich. (rns) Ein "heftiges, brutales und massives Geschehen musste die 49-jährige Frau erdulden, bevor sie halb nackt flüchten und bei wildfremden Menschen Hilfe suchen konnte", sagte Landgerichtspräsident Walter Leupold am Montag. Die Strafe für den 20-jährigen Vergewaltiger der Arbeiterin: Zwei Jahre und acht Monate.

Wie berichtet, hatte der ledige Auszubildende am 13. August kurz nach Mitternacht die Frau in Mitterteich in einen Park gezerrt und sie dort unter Drohungen und Schlägen zu "allem, was an sexuellen Praktiken denkbar ist" (Leupold) gezwungen. Starr vor Angst, sie werde auch noch umgebracht, wie ihr Peiniger angekündigt hatte, ließ die 49-Jährige alles über sich ergehen.

Vorhergegangen war ein fröhliches Beisammensein auf dem "Lichterfest", bei dem sich der 20-Jährige offensichtlich "heiß gemacht" gefühlt hat. Schon bei zwei jüngeren Frauen blitzte er aber ab. In der Folge lauerte er der Frau auf, die er seit Kindertagen kannte, kam es zu dem verhängnisvollen Geschehen.

Schwierige Jugend



Rechtsanwalt Tobias Konze berichtete von der schwierigen Jugend seines Mandanten und dessen jetziger, noch schwierigeren Situation: "Kurz vor der Gesellenprüfung eingesperrt, die Freundin schwanger." Staatsanwalt Hans-Jürgen Schnappauf hielt dem Angeklagten Reifeverzögerungen zugute und befürwortete ebenfalls eine Verurteilung nach Jugendrecht. Er kreidete ihm jedoch besonders die psychischen Folgen für das Opfer an. Bis zum Schluss habe der junge Mann steif und fest behauptet, dass es anfangs einvernehmlichen Sex gegeben hatte.

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