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Amberg
Spatz wieder Wintervogel des Jahres
Zählaktion von Vogel- und Naturschutzbund - Familie Gradl aus Sulzbach-Rosenberg gewinnt
Amberg. (sta) Spatz, Sperber oder Specht? Beim Zählappell am Futterhäuschen, zu dem der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz vom 6. bis 8. Januar aufgerufen hatte, drehte sich wieder alles um die gefiederten Tagesgäste im Hausgarten. Auch in der Stadt Amberg und im Landkreis wurde fleißig gezählt. Am Ende standen zwei Gewinner fest: der Haussperling und die Familie Gradl aus Sulzbach-Rosenberg.
Der Spatz deshalb, weil er sich den im vergangenen Winter an die Kohlmeise abgetretenen Spitzenplatz an den Futterstellen wieder zurückerobern konnte. Und die Familie Gradl, weil sie unter allen 16 000 Teilnehmern in Bayern Hauptgewinner bei der Verlosung ist. Dafür gibt es ein Swarowski-Fernglas zur Vogelbeobachtung.Während die Reihung an der Spitze der Vogel-Hitliste mit Haussperling, Kohlmeise und Feldsperling die Experten nicht überraschte, bereitete der Rückgang der Amsel, die nur noch Platz sechs erreichte, Sorgen. Bereits in den zurückliegenden Monaten waren auffallend wenige dieser Singvögel beobachtet worden. In Unterfranken hat sich die Zahl der Amseln nahezu halbiert. Ihr Schwund gibt den LBV-Leuten Rätsel auf. Sie schließen einen Zusammenhang mit dem virusbedingten Amselsterben im vergangenen Spätsommer nicht aus. Es könnte sich jedoch auch um eine Folge des trockenen Frühlings handeln. Im harten Boden fanden die Vögel keine Regenwürmer, was sich auf die Brut auswirkte.
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