Von (hka) |
07.02.2012
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Sulzbach-Rosenberg
"Integration findet täglich statt"
Begrüßungsfeier für neue deutsche Staatsbürger - Heimat im Landkreis gefunden
Sulzbach-Rosenberg. (hka) "Sie sind uns herzlich willkommen!" Das war die Botschaft, die bei der Begrüßungsfeier für eingebürgerte Ausländer im Atrium des LCC vermittelt wurde. Der Landkreis übergab erstmals Einbürgerungsurkunden an 15 Frauen und Männer, die aus unterschiedlichen Ländern nach Deutschland gekommen sind und im Raum Amberg-Sulzbach ihre neue Heimat fanden.
Die neuen deutschen Staatsbürger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach wurden willkommen geheißen von Erwin Röhrer (links), MdL Martin Neumeyer und Bürgermeister Gerd Geismann (daneben) sowie Landrat Richard Reisinger (Dritter von rechts). Bild: hka
"Sie bereichern unsere Gesellschaft durch eine weitere Sprache, eine zusätzliche Kultur und weil Sie einfach da sind", so Landrat Richard Reisinger an die neuen Staatsbürger gewandt, die mit Partnern und Kindern zu der Feierstunde ins Landkreis-Kultur-Center gekommen waren.
Er dankte Personen, die sich für die Integration engagieren, angefangen von MdL Martin Neumeyer über Bürgermeister Gerd Geismann und Erwin Röhrer, dem Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, bis hin zu den Mitarbeitern des Landratsamtes und der VHS sowie zahlreichen Gruppen und Personen, die versuchen, die Kulturen zu verbinden.
Menschen, keine Religion
Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer stellte klar: "Wir integrieren Menschen, keine Religion, keine Nation." Und vor allem gehe es um die Kinder, die mit verschiedener Herkunft und Tradition in eine gute Zukunft gehen sollten. Dass Bayern für Ausländer ein gefragtes Land sei, zeige die Statistik. Eine gute Wirtschaftslage verspreche gute Arbeitsmöglichkeiten, sei aber auch abhängig vom Mut und der Kreativität. "Wir wollen Sie teilhaben lassen auf allen Ebenen in unserer Gesellschaft" bot er den neuen Bürgern an, "seien Sie uns willkommen."
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Sulzbach-Rosenberg
"Integration findet täglich statt"
Begrüßungsfeier für neue deutsche Staatsbürger - Heimat im Landkreis gefunden
Erwin Röhrer zeigte sich erfreut über die "Willkommens-Kultur" in der Stadt, wies aber darauf hin, dass Integration vor allem im täglichen Leben stattfinde, auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Humorvoll zeigte er die Probleme der Migranten mit der deutschen Sprache auf. Sie sei ohnehin schwierig genug zu erlernen, dann komme das andere Deutsch der Einheimischen in der Oberpfalz noch hinzu.
Bürgermeister Gerd Geismann nannte die Gäste "begehrte Mitbürger". Die Stadt habe sich geöffnet für neue Firmen und neue Menschen, zum Segen für die Region und die Stadt. Er dankte allen, die mitgewirkt haben auf diesem Weg. Den sehr emotionalen Teil des Abends leitete Tatjana Petrenko aus Kirgisien ein. Mit ihrer kleinen Tochter an der Seite gab sie das feierliche Bekenntnis ab, das Voraussetzung ist für den Erhalt der Einbürgerungsurkunde. Sie und die anderen Frauen und Männer aus europäischen, asiatischen, afrikanischen mittel- und südamerikanischen Ländern durften dann das begehrte Dokument in Empfang nehmen, ferner Geschenke, insbesondere Schriften, die sie mit der Oberpfalz vertraut machen.
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Sulzbach-Rosenberg
"Integration findet täglich statt"
Begrüßungsfeier für neue deutsche Staatsbürger - Heimat im Landkreis gefunden
Von ihrem Leben in der neuen Heimat, von Problemen und Erfolgen, erzählten zwei Neubürgerinnen. Die eine, Adja Kouman Philomene Kölbl von der Elfenbeinküste, lebt seit acht Jahren in Deutschland und wohnt mit Mann und zwei Kindern in Rieden, fand es an der Zeit, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Die gebürtige Spanierin Maria Del Carmen Maulbeck aus Vilseck hat in den 30 Jahren, die sie schon in Deutschland lebt, ihren Weg gemacht. Sie arbeitet heute als Versicherungsfachfrau, fühlt sich anerkannt und ist dankbar für die gute Aufnahme in Deutschland.
Sprache als Voraussetzung
Wie für diese beiden ist die deutsche Sprache von großer Bedeutung, heute ja Voraussetzung für den Antrag auf Integration. Die Volkshochschule bietet Zuwanderern deshalb Sprachunterricht in einem Integrationskurs an. Vier Absolventen, die diese Hürde gemeistert haben, erhielten beim Festabend im ACC ihre Zertifikate überreicht und Glückwünsche ausgesprochen.
Was wäre eine Feier ohne Musik? Dafür sorgte der Chor "Kalinka" vom Kulturhaus Sulzbach-Rosenberg unter Leitung von Leonid Zadovschi. "Ich mag meine Heimat" hieß ihr Eröffnungslied als Hommage an Sulzbach-Rosenberg,.
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Polnisches Lied
Später gab es ein polnisches Lied mit Eva Baszak als Solistin und als Höhepunkt das bekannte russische "Kalinka" , bei dem Jakob Frank mit viel Gefühl den männlichen Part sang. Klaus Weber von der Berufsfachschule für Musik begleitete mit seiner Trompete das Deutschlandlied und die Bayernhymne, mit denen ein feierlicher, bewegender und fröhlicher Abend beschlossen wurde.
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