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Kurz notiert
Würzburg: Digitaler
Matrikel-Lesesaal
Würzburg. (KNA) Im Bistum Würzburg ist es möglich, auf elektronischem Weg Daten über Taufen, Erstkommunion, Firmungen, Eheschließungen und Sterbefälle zu recherchieren. Der digitale Matrikel-Lesesaal sei in dieser Form unter den deutschen Bistümern einzigartig, teilte die Bischöfliche Pressestelle mit. Bis zurück ins Jahr 1875 seien alle Einträge digitalisiert worden. Die Daten seien begehrt, sagte der Leiter des Diözesanarchivs, Johannes Merz. Täglich gingen Anfragen ein. Bis zu 1500 Personen suchten jedes Jahr das Archiv auf, um in den 6600 Matrikelbüchern aus 550 Seelsorgestellen des Bistums den Stammbaum ihrer Familie zu erforschen. Während es Standesämter in Deutschland erst seit den 1870er Jahren gebe, reichten die Einträge der Kirche bis ins 16. Jahrhundert zurück.
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Weitere Informationen im Internet:
http://www.abbw.bistum-wuerzburg.de
Guardini-Preis für Harnoncourt
München. (KNA) Nikolaus Harnoncourt (82), österreichischer Dirigent von Weltrang, erhält den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird Mitte Mai in München verliehen. Mit dem Preis werde Harnoncourt nicht nur als Dirigent, sondern auch als "Denker und Deuter von Welt" geehrt, erklärte Akademiedirektor Florian Schuller. Unter Musik verstehe Harnoncourt eine "Klangrede", die sich dem Unaussprechlichen zuwende. Diese Auffassung mache den Künstler und sein Werk einzigartig. Nach der Überzeugung des Musikers ist Kunst "keine hübsche Zuwaage", sondern "die Nabelschnur", die den Menschen mit dem Göttlichen verbindet. Mit der Auszeichnung erinnert die Akademie an Romano Guardini (1885-1968) als einen der bedeutendsten katholischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts.
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