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Hirschau
Bloß fallen darf der Stock nicht
Twirling-Sichtungsturnier in Hirschau zieht 180 Aktive an - Pech für einheimische Starter
Hirschau. (u) Was ist eigentlich Twirling? Mancher, der am Wochenende das Sichtungsturnier in der Schulturnhalle als Zuschauer verfolgte, hatte sich diese Frage wohl gestellt. Den Unwissenden wurde schon bei den ersten Darbietungen klar: Twirling verlangt den Athletinnen ein hohes Maß an tänzerischen, gymnastischen, ja teilweise akrobatischen Fähigkeiten ab. Vollkommenheit ist erst hergestellt, wenn Körperbeherrschung und der sichere Umgang mit dem Baton harmonieren.
180 Akteure - darunter nur ein Junge - aus zehn Vereinen hatten für das Turnier gemeldet. Sie alle kämpften um eine möglichst hohe Punktewertung der Juroren. Diese vergaben für die Darbietungen eine A-Note für den technischen Wert und eine B-Note für den künstlerischen Ausdruck. Deutliche, für die Tänzerinnen schmerzhafte Punktabzüge gab es, wenn der Baton, das Sportgerät der Twirler, einen "Drop" machte, also auf dem Boden landete.Hirschau war als Austragungsort nicht zuletzt wegen des 60-jährigen Gründungsfestes des Musikzuges ausgewählt worden. Zwei Tage lang boten die Athletinnen ein wahres Feuerwerk an Pflicht- und Kürdarbietungen mit teilweise enormem Schwierigkeitsgrad. Angesichts der guten Leistungen geizte das Publikum nicht mit Applaus.
Nach zehn Wettkampfstunden mit 147 Tanzdarbietungen erwarteten die Akteure am Sonntagnachmittag die Urteile der Wertungsrichter mit Riesenspannung. Zur Siegerehrung konnte Musikzug-Chef Werner Stein auch Bürgermeister Hans Drexler und Gerhard Engel, den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, begrüßen. Hansjörg Reschke, der Präsident des Deutschen Twirling-Sport-Verbandes, sagte, die Gäste hätten sich in den Gasthöfen und Hotels in der Umgebung sowie in der Jugendherberge in Trausnitz sehr wohl gefühlt. Er bedankte sich bei Musikzug-Chef Werner Stein und seiner Helfertruppe für die perfekte Organisation der Großveranstaltung.
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