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Von (paa)  |  06.02.2012  | Netzcode: 3129718  |  76 Mal gelesen.
München

Empörung über die Teufel

Nobelpreisträgerin sieht Verantwortung für Blutbad in Syrien bei China und Russland

Für ihre Ansprache erhielt die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman bei der 48. Münchner Sicherheitskonferenz am Sonntag begeisterten Applaus. Dabei hatte sie den 350 überwiegend männlichen Zuhörern im Festsaal des "Bayerischen Hofs" gerade die Leviten gelesen. "Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Frauen in diesem Kreis unterrepräsentiert sind."

In ihrer Rede verurteilte die jemenitische Freiheitsaktivistin das Veto von Russland und China gegen die Syrien-Resolution scharf. Peking und Moskau hätten eine moralische Verantwortung für die Verbrechen in Syrien. "Diese Länder unterstützen das kriminelle Regime von Baschar al-Assad." Am Abend zuvor, als in München die Veto-Entscheidung bekannt wurde, sprach sie vor Journalisten davon, dass diese beiden Länder die "Rolle der größten Teufel spielen".

Heftiges Gespräch



Auch das als heftig beschriebene Gespräch zwischen US-Außenministerin Hillary Clinton und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der Konferenz erwies sich als vergeblich. Entsprechend machte Clinton ihrem Ärger Luft. Die Verantwortung für das Andauern des Blutvergießens in Syrien sah sie vor allem bei Russland. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte sich bemüht, Lawrow umzustimmen. Der katarische Außenminister Khalid Mohamed A. al-Attiyah sprach von einer "Lizenz zum Töten" für das Regime Assad. Eine Einschätzung, die von vielen unterstrichen wurde.

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