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Nürnberg
Von der Akropolis zum Plärrer
Viele Griechen suchen in Deutschland ihr Heil: Nürnberg als Anlaufpunkt besonders beliebt
In den vergangenen Monaten sind viele Griechen nach Deutschland gekommen, um den Auswirkungen der Schuldenkrise in ihrer Heimat zu entgehen.Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren es 2011 jeden Monat 500 bis 1000 Griechen mehr als im Vorjahr. Dabei falle auf, dass der Anteil an griechischen Einwanderern mit Hochschulabschluss im Vergleich zu 2010 überproportional hoch sei, sagt Timo Baas, Migrationsforscher am IAB. "Tendenziell sind die neuzugewanderten Griechen besser qualifiziert als die, die schon bei uns beschäftigt sind". Einer der griechischen Neuankömmlinge ist Antonios, der vor drei Monaten nach Nürnberg kam. Der Maurer war lange Zeit arbeitslos, bis er den Entschluss fasste, seine Heimatstadt Katerini zu verlassen.
Seit seiner Geburt habe er in dem 70 000-Einwohner-Ort in Nordgriechenland gelebt, doch zuletzt habe er keine Zukunft mehr für sich und seine Familie gesehen - denn die Baubranche in seiner Heimat spüre die Krise ganz gewaltig. "Keiner baut mehr in Griechenland", klagt der 41-Jährige. Die erste Anlaufstelle in Nürnberg ist für die meisten Einwanderer die griechische Gemeinde. Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen die Neuankömmlinge nach Kräften: Sie füllen Formulare aus, helfen bei der Wohnungssuche, übersetzen bei Behördengängen und vermitteln Jobs.
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