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Kanton
Voller Zuversicht
Merkel: Peking soll eigener Bevölkerung mehr vertrauen
Nach ihrem China-Besuch sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel das Verhältnis zu dem kommunistischen Staat gestärkt, die dortige Menschenrechtslage aber weiter kritisch. Zum Abschluss ihrer dreitägigen Reise mahnte die Christdemokratin am Samstag, Peking solle mehr Vertrauen in die eigene Bevölkerung haben.Sie bedauerte, dass Chinas prominentester Bürgerrechtsanwalt Mo Shaoping von der Staatssicherheit daran gehindert wurde, zu einem Treffen mit ihr in die deutsche Botschaft zu kommen.
Merkel betonte zugleich, mit ihrer Reise seien die deutsch-chinesischen Beziehungen "ein ganzes Stück vorangekommen". Sie zeigte sich zuversichtlich, dass China Europa bei der Überwindung der Schuldenkrise helfen wird.
In der Delegation aus Bundestagsabgeordneten und Wirtschaftschefs wurde die Reise trotz der Irritationen um Mo als Erfolg gewertet. Chinesische Staatsmedien kommentierten, Merkels Gespräche mit der chinesischen Führung hätten gezeigt, "dass die beiden Wachstumsmotoren der Welt gemeinsam an der Spitze des Kampfes gegen die Rezession stehen". Dies trage ein Stück zur Beruhigung der globalen finanziellen Instabilität bei, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
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