Von (jr) |
06.02.2012
| Netzcode: 3129348 | 169 Mal gelesen.
Konnersreuth
"Abends gerne mal ein Weißbier"
Konnersreuther Grundschüler löchern Bürgermeister Max Bindl mit Fragen
Konnersreuth. (jr) Viele Fragen musste Bürgermeister Max Bindl beantworten, als er jetzt 18 Grundschüler im Rathaus empfing. Dabei ging es auch um seine Zukunft als Gemeindeoberhaupt. "Ich stelle mich 2014 wieder zur Wahl. Und wenn mich die Bürger wählen, bleibe ich weiter Euer Bürgermeister."
Bürgermeister Max Bindl (Mitte) zeigte den Viertklässlern sein Dienstzimmer im Konnersreuther Rathaus und beantwortete viele Fragen. Mit dabei waren auch Förderlehrerin Doris Czerwik und Klassenleiterin Claudia Böhm (von links). Bild: jr
Vor der Fragestunde gewährte Max Bindl den Kindern einen Einblick in sein Dienstzimmer. Sie erfuhren, wo der Bürgermeister die Verträge unterschreibt und wichtige Gespräche führt. Den Kindern, die von Klassenlehrerin Claudia Böhm und Förderlehrerin Doris Czerwik begleitet wurden, zeigte er dann das Sitzungszimmer. "Hier fallen die Entscheidungen, die uns Konnersreuther Bürger betreffen." Kurz stellte Bindl die Marktgemeinde und die Verwaltung vor. "Wir sind ein kleines Unternehmen mit zahlreichen Beschäftigten." Die Kinder erfuhren, dass in Konnersreuth pro Jahr rund 95 000 Kubikmeter Wasser verbraucht werden - etwa 130 Liter pro Einwohner und Tag. Wie Bindl erläuterte, leben in Konnersreuth derzeit 340 Personen unter 18 Jahren, 1184 Menschen sind zwischen 19 und 60 Jahre alt, 419 Einwohner sind über 60.
Ehrenamtlicher Dienst
In der Fragestunde wollten die Kinder wissen, wie und wann der Bürgermeister arbeitet. Bindl betonte, das er seine Tätigkeiten im Rathaus ehrenamtlich ausführe. Hauptberuflich sei er am Landratsamt beschäftigt. In seiner Funktion als Personalratsvorsitzender arbeite er pro Woche 19,5 Stunden, als Straßenwärter acht Stunden pro Woche. "Was trinken Sie am liebsten?", wollte ein Kind wissen. "Tagsüber Wasser und abends auch gerne mal ein Weißbier", antwortete Bindl und gab auch Auskunft über seine Hobbys.
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Konnersreuth
"Abends gerne mal ein Weißbier"
Konnersreuther Grundschüler löchern Bürgermeister Max Bindl mit Fragen
Acht Spielplätze
"Warum gibt es in Konnersreuth keinen Faschingszug?", lautete eine weitere Frage. "Dafür bräuchten wir Menschen, die so etwas organisieren und auf die Beine stellen. Die Gemeinde alleine kann das nicht machen", so Bindl. In den 50er Jahren habe es schon mal einen Faschingszug gegeben. "Warum gibt es am Badeweiher keine Spielecke?", fragte ein Kind. Bindl gab zu bedenken, dass es im Bereich der Marktgemeinde acht Kinderspielplätze gebe, die man unterhalten müsse. Weitere Themen waren der Schafferhof und die Kläranlage. "Wie haben Sie auf den Bürgerentscheid reagiert?", wollte ein Schüler wissen und erinnerte damit an die Diskussionen um die Erweiterung des Backhauses Kutzer. Bindl sagte, dass er sich über die Entscheidung zugunsten des Bauherrn sehr gefreut habe. Allerdings sei das Vorhaben letztlich auf einem anderen Gelände realisiert worden. "Wichtig war aber, dass das Unternehmen in Konnersreuth blieb."
Nicht zuletzt kam das Thema Schulden zur Sprache. "Wir haben aktuell 1,53 Millionen Euro Schulden, was pro Kopf rund 800 Euro entspricht", so Bindl. "Aber andere Kommunen haben noch mehr", fügte er schnell hinzu.
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