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Von Alexander Pausch  |  06.02.2012  | Netzcode: 3129340  |  99 Mal gelesen.

Ohne wirtschaftliche Stärke schwindet der Einfluss des Westens

Kommentar von Alexander Pausch

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Münchner Sicherheitsgespräche. Karikatur: Tomicek
"Es ist die Wirtschaft, Dummkopf", lautete einst ein Wahlkampfspruch des Präsidentschaftskandidaten Bill Clinton. Der Slogan half dem Demokraten, den Republikaner George H. Bush senior aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Heute, 20 Jahre später, heißt es erneut: "Es ist die Wirtschaft" nicht nur im US-Wahlkampf, sondern auch im transatlantischen Verhältnis. Die Finanzkrise und ihre Folgen haben den USA schmerzlich vor Augen geführt, wie gefährdet sie und ihre weltweite Vorherrschaft sind.

So drängt die Regierung des Demokraten Barack Obama die Europäer, ihren Laden in Ordnung zu bringen. Zum einen fürchtet sie Querschläger, die die zarte wirtschaftliche Erholung in den USA gefährden - und damit die Wiederwahl Obamas. Vor allem aber ist die wirtschaftliche Gesundung des gesamten Westens eine Vorbedingung, um den Aufstieg Chinas ausbalancieren zu können.

Der australische Außenminister Kevin Rudd hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz eindrucksvoll belegt, was diese Verschiebung des Schwerpunkts der Weltwirtschaft bedeutet. China ist in wenigen Jahren nicht nur die größte Volkswirtschaft der Welt, sondern seit mehr als 100 Jahren der erste Staat in dieser Position, der keine Demokratie ist und nicht zum Westen gehört.

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