Hahnbach und Gebenbach ergänzen sich bei Windrad- und Photovoltaik-Entwicklung
Ganz bewusst hielt sich Bürgermeister Hans Kummert beim Neujahrsempfang seiner Gemeinde am Dreikönigstag mit eigenen Worten zurück. "Denn ich rede ja das ganze Jahr über", so seine Einschätzung. Zu sagen aber hat er schon einiges.
Bei der Energiediskussion hat die Marktgemeinde Hahnbach abseits jeglicher Kirchturmpolitik eine Art strategische Allianz mit dem Nachbarn Gebenbach geknüpft. Und die lautet: Nicht jeder muss alles machen und alles haben, sondern braucht nur das, was er am besten kann. Die Hahnbacher haben sich mit den beiden Energie-Parks in Süß und Mimbach, wo ein Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro zu Buche schlägt, mit der Photovoltaik auseinandergesetzt.
Windräder wird es dagegen auf dem Gemeindegrund von Gebenbach auf dem Süßer Berg geben. Das heißt aber nicht, dass die Standortfrage Bürgermeister Kummert nicht interessieren würde. Ganz im Gegenteil: "Ich bin voll für die Windenergie. Aber es darf nur das geschehen, was auch Rückhalt in der Bevölkerung hat. Und das heißt für mich: Die Räder dürfen nicht zu nahe ran an die Häuser. Denn wo jemand wohnt, da ist seine Heimat." Hans Kummert hat sich deshalb zur Maxime gemacht: "Ich unterschreibe nichts unter 1000 Meter Abstand zur Wohnbebauung."
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04.02.2012
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Allianz mit dem Nachbarn
Hahnbach und Gebenbach ergänzen sich bei Windrad- und Photovoltaik-Entwicklung
Ganz stolz ist Bürgermeister Kummert, dass am 22. Dezember vergangenen Jahres das über eine von der Gemeinde für 400 000 Euro gebaute 2,7 Kilometer lange Fernleitung aus der Biogasanlage bei Kötzersricht versorgte Blockheizkraftwerk unterhalb des Hallenbades in Betrieb genommen wurde.
Die Anlageneigner Ehbauer und Rauch erzeugen im Blockheizkraftwerk Strom und streichen dafür die Einspeisevergütung ein. Die Gemeinde bezieht im Gegenzug als Ausgleich für die Investition bei der Gasleitung für zehn Jahre kostenlos die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme. Mit ihr können die Schule, das Hallenbad, Rathaus, Kindergarten, Gemeinschaftshaus für zehn Vereine und zusätzlich 13 Wohnungen versorgt werden. "Das spart uns im Jahr rund 120 000 Euro für Heizöl", erläutert Kummert.
Eines von Kummerts Lieblingsthemen ist die Schule. Innerhalb von drei Jahren wurden hier - verteilt auf drei Bauabschnitte - 2,4 Millionen Euro investiert. "Wir werden, wenn die Maßnahmen heuer abgeschlossen sind, generalsaniertes, nach energetischen Gesichtspunkten aufgerüstetes und optimal ausgestattetes Schulhaus haben, das fit ist für die nächsten Jahrzehnte", so der Bürgermeister. Eine Lebenszeit-Ebene unterhalb der Schule gilt das Augenmerk der Gemeinde der Kleinkinderbetreuung. Nach der Eröffnung der Krippe im vergangenen Jahr besteht laut Kummert Bedarf für eine weitere Einrichtung. "Diese zweite Krippe, für die es jetzt schon Anmeldungen gibt, wollen wir auch bauen", so Hans Kummert.
"Transparenz, miteinander reden, Offenheit und Vertrauen" - so beschreibt Kummert seine Maxime im Umgang mit den Bürgern. Da versteht es sich von selbst, dass die Amtsstube des Bürgermeisters für alle Anliegen offen ist. "Es kommt schließlich auf die Vertraulichkeit an, wenn einer mit persönlichen Sorgen bei mir vorspricht".
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