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Budapest
Malev landet in der Pleite
Ungarns angeschlagene Fluggesellschaft stellt den Betrieb ein
Budapest. (dpa) Die seit Jahren angeschlagene ungarische Fluggesellschaft Malev hat am Freitag ihren Betrieb eingestellt. Die wirtschaftliche Lage des staatlichen Unternehmens sei "unhaltbar" geworden, begründete Malev-Generaldirektor Lorant Limburger am Freitag auf der Webseite des staatlichen Unternehmens den Schritt.
Die Regierung in Budapest hatte bereits am Montag Konkursschutz über die Malev verhängt. Meldungen über den nahenden Konkurs hätten die Liquiditätsschwierigkeiten der Malev verschärft, erklärte Limburger. Lieferanten hätten "von einem Tag auf den anderen" auf Voraus-Inkasso bestanden. Die Direktion des Unternehmers habe entschieden, den Betrieb einzustellen. "In diesem Sinne steigen seit dem 3. Februar, 6 Uhr, nach 66-jährigem fortwährenden Betrieb, keine Malev-Flugzeuge mehr auf", heißt es in der Stellungnahme. Auf dem Budapester Flughafen Ferihegy saßen am Freitag mehrere tausend Reisende fest. Viele Passagiere versuchten, ihre Flüge umzubuchen.Nach Informationen des Internet-Portals Index hätte die Malev am Freitag eine Reiseticket-Versicherung im Wert von 30 Millionen Euro abschließen müssen. Dieses Geld habe aber nicht mehr zur Verfügung gestanden. Die ungarische Regierung hatte bereits am Dienstag einen Fonds im Wert von zwei Milliarden Forint (6,8 Millionen Euro) für die Entschädigung von gestrandeten Malev-Passagieren eingerichtet.
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