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Kümmersbruck
Kurze Wege zur Hilfe
Familienpolitik in Kümmersbruck - Für "Bündnis" fehlen Ehrenamtliche
Kümmersbruck. (räd) Vor vier Jahren gründete sich das "Lokale Bündnis für Familie" in Kümmersbruck. Doch schon bald lief das Projekt auf Sparflamme. Das Problem: "Es fehlt bei uns an Ehrenamtlichen", sagt Wolfgang Roggenhofer, Geschäftsleiter der Gemeinde und Bündnis-Koordinator.
Viele Aufgaben übernimmt nun die Kommune. Und sieht das weniger als zusätzliche Belastung. "Der Ansatz, Dienstleister zu sein, ist bei uns sehr weit ausgeprägt", betont Bürgermeister Richard Gaßner. "Wir schauen im Rathaus, dass viele Sachen von Amts wegen abgedeckt werden", ergänzt Roggenhofer. Bereiche wie Kindergartenplätze oder Ganztagesschule würden von hauptamtlicher Seite gut erledigt.Vertreter der Gemeinde besuchten auch regelmäßig Veranstaltungen auf Oberpfalz-Ebene. "Das bringt Input." Die Beschäftigten der Verwaltung machen sich zudem selbst Gedanken. Ganz allgemein "bemühen wir uns, frühzeitig tätig zu werden", erklärt Roggenhofer. In der Regel gehe es ja um Infrastruktur, wie den Krippenbetrieb oder auch den Jugendtreff, was ohnehin in die Zuständigkeit einer Kommune falle. "Wir sehen eine familiengerechte Politik als Gesamtaufgabe", so Roggenhofer.
Immer die Gleichen
Wer sich ehrenamtlich engagiert, mache das oft gleich in mehreren Organisationen. "Es sind immer die gleichen Akteure." Und sie seien dann eben oft auch überlastet. Schläft ein Projekt ein, "kann man es nicht künstlich am Leben erhalten." Gaßner sieht auch gesellschaftliche Veränderungen als Ursache. Viele Kümmersbrucker arbeiteten auswärts. Wer täglich eine Stunde zur Arbeit und wieder eine Stunde zurückfahre, habe eben kaum noch Zeit fürs Ehrenamt.
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