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Von (tss)  |  04.02.2012  | Netzcode: 3128176  |  170 Mal gelesen.
Vohenstrauß

Alter Tresorraum für Kämmerer

Ohne neues Rathaus hätte Vohenstrauß vor 100 Jahren das Stadtrecht nicht wieder bekommen

Vohenstrauß. (tss) Ein Rathaus ist eigentlich nicht außergewöhnlich, schließlich hat jede Gemeinde eins. Das Vohenstraußer Verwaltungsgebäude ist allerdings von besonderer historische Bedeutung. Denn ohne einen Neubau hätte die Kommune 1912 nicht wieder das Stadtrecht erhalten. Im Juni steht daher ein großes Jubiläumsfest an.

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Im Frühjahr 1909 begann der Neubau des Rathauses (linkes Bild). Die Maßnahme schritt zügig voran, am 22. Juli 1909 feierten die Vohenstraußer Richtfest. Am 19. Mai 1911 war das Gebäude fertig. "Ein stattlicher Bau ist das Rathaus am oberen Marktplatz", schrieb Hans Frischholz 1989 im Band 8 "80 Jahre Rathaus" der "Streifzüge" des Heimatkundlichen Arbeitskreises. Das gilt auch noch heute. Bilder: tss (2)
Zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert taucht Vohenstrauß immer wieder als Stadt auf, im Jahr 1800 allerdings als Markt. Besonders die Hussitenkriege von 1419 bis 1439, der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 und viele Brände entvölkerten den Ort, bis er schließlich das Stadtrecht verlor.

Im "Vohenstraußer Anzeiger" erschien am 6. Februar 1906 ein Artikel mit der Forderung, sich wieder um das Stadtrecht zu bemühen. 14 Tage später beschloss der Magistrat, Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold zu bitten, Vohenstrauß wieder "die Bezeichnung Stadt" zu erlauben.

Entscheid der Regierung



Am 20. Juli 1906 flatterte folgender Regierungsentscheid ins alte Rathaus, das an gleicher Stelle wie das heutige stand und 1908 abgerissen wurde: "Für die Würdigung des Gesuches um Erhebung zur Stadt wird der Umstand von Belang sein, ob Gewähr besteht, dass in Bälde durch die Herstellung eines neuen Rathauses zweckentsprechende und ausreichende Räumlichkeiten geschaffen werden."

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