Angela Merkel in China: Bittstellerin für die Euro-Länder
Kommentar von Hans Klemm
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| "Du hast dir keinen Bären aufbinden lassen, oder?" Karikatur: Tomicek |
Diesmal griff der Apparat aber zur verschärften Version, zu einer Art Kontaktsperre für die Kanzlerin. Das zeugt von einem weiter gewachsenen Selbstbewusstsein des Regimes, das sich wirtschaftlich und bald auch militärisch als Weltmacht sieht. Merkel fiel die undankbare Rolle zu, als Bittstellerin für die von Schulden gebeutelte EU aufzutreten. China sitzt auf einem mit 3,18 Billionen Dollar prall gefüllten Geldsack. Es wäre ein Leichtes, in europäische Staatspapiere zu investieren und damit auch noch ordentliche Zinsen zu kassieren.
Zusagen wollten die Chinesen der Euro-Retterin nicht geben, stattdessen setzte es Ermahnungen in Richtung EU: Sparen und zugleich investieren, "schmerzhafte Entscheidungen" seien zu treffen, endlich die Hausaufgaben zu erledigen. Sehr selbstbewusste Töne für ein Land, das selber vor gigantischen Herausforderungen steht.
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