Hörgeräte attraktiver gestalten
Amberger Deprag stellt Schraubgerät zur Miniaturisierung der Hörhilfen vor
Amberg. (nt/az) Jeder achte Erwachsene in Europa hört schlecht. Doch nur ein Drittel der Betroffenen benutzt bislang ein Hörgerät. Wer allerdings eine Hörhilfe trägt, empfindet seine Lebensqualität als merklich verbessert, besagt eine neue, ausgedehnte Studie zum Thema Hörminderung. Weil die Menschen immer älter werden, gelten Hörgeräte als Wachstumsmarkt.Die heutigen voll digitalen Hörsysteme werden immer leistungsstärker und vor allem kleiner. Viele Menschen mit Hörproblemen scheuten sich bisher aus optischen Gründen, ein Hörgerät zu tragen. Die Hersteller bemühen sich deshalb mit großem Erfolg, durch fortlaufende Miniaturisierung ihre Produkte ästhetischer zu gestalten und dadurch die Hemmschwelle beim Benutzer zu senken.
Große Herausforderung
Die Branche hat daher ihre Bemühungen verstärkt, Hörgeräte möglichst klein und unauffällig zu gestalten. Ob hinter dem Ohr oder im Ohr getragen, durch die Digitalisierung gelingt es, immer kleinere, für den Betrachter nahezu unsichtbare Hörhilfen zu entwickeln. Diese Miniaturisierung - auch in vielen anderen Sparten der Technik - stellt für die industrielle Fertigung eine besondere Herausforderung dar. Maschinen- und Anlagenbauer sehen sich vor die Aufgabe gestellt, neue Werkzeuge für Kleinstmontagen zu konstruieren und auf den Markt zu bringen. Der Schrauberspezialist Deprag Schulz u. Co. in Amberg hat nun einen innovativen Schrauber für Kleinstmontagen auf den Markt gebracht - den Nanomat. Das neue Schraubwerkzeug erzielt extrem kleine Drehmomente von 8 Nmm bis 300 Nmm bei Drehzahlen bis zu 2000 1/min hoch genau und in vier verschiedenen Drehzahlbereichen. Damit ist der Deprag Nanomat der Schrauber mit den kleinsten Drehmomenten am Markt.
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