Peking
Peking winkt ab
Keine Milliarden aus China für Stabilisierung des Euro
Die Europäer müssten jetzt vielmehr selber verstärkte Anstrengungen unternehmen und nötige Reformen ihrer Haushalts- und Finanzpolitik einleiten. "Die eigenen Bemühungen sind entscheidend in dieser Frage", sagte Wen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel in der Großen Halle des Volkes.
Die Kanzlerin warb in Peking um Vertrauen in die Europäische Union. Mit dem Sparpaket und den eingeleiteten Reformen seien die Europäer "auf dem richtigen Weg", sagte die Kanzlerin in einer Rede vor der Akademie der Sozialwissenschaften. Merkel traf auch Zentralbankchef Zhou Xiaochuan sowie Liu Jiwei, den Chef des Staatsfonds China Investment Corporation. Der Fonds ist für die Anlage eines Teils der mit 3,18 Billionen US-Dollar (umgerechnet 2,4 Billionen Euro) weltgrößten Devisenreserven Chinas zuständig.
Bei ihrem Treffen mit Wen Jiabao sprach die Kanzlerin auch die Menschenrechtslage an. Die Intensität der Beziehungen erlaube heute einen Austausch über Themen, bei denen es "auch unterschiedliche Meinungen" gebe. Wie aus Delegationskreisen verlautete, wurde auch eine Liste mit konkreten Bürgerrechtsfällen übergeben. (Seite 8)
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