Amberg-Sulzbach
Flucht in eine ungewisse Zukunft
23 Asylbewerber finden in Ensdorf eine vorläufige Bleibe - Klosterküche liefert das Mittagessen
Amberg-Sulzbach. Schwierig gestaltet sich für das Landratsamt die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber, die die Regierung dem Landkreis Amberg-Sulzbach für einen vorübergehenden Aufenthalt zuteilt. Die ersten 23 Asylbewerber trafen am Mittwoch ein. Sie finden im Vilsthaler Hof in Ensdorf eine vorläufige Bleibe.
Der Zustrom vor allem aus dem asiatischen Raum nach Deutschland steigt deutlich an, sagte Reinhard Ühlin, Leiter der Regierungsaufnahmestelle, als der Bus aus der zentralen Aufnahmestelle Zirndorf ankam. Familien und Ehepaare, aber auch Einzelpersonen wurden am Mittwoch dem Landkreis zugeteilt.Schwieriges Leben
Jeder von ihnen schaue auf seine individuelle schwierige Lebensgeschichte zurück, die ihn letztlich veranlasst habe, die Heimat zu verlassen und in eine ungewisse Zukunft zu fliehen. Insbesondere für die Familien bedeute dies eine enorme psychische Belastung. Die Landkreise Amberg-Sulzbach und Regensburg waren die beiden letzten Kreise, die noch keine Asylbewerber untergebracht haben. "Nach dem Pro-Kopf-Schlüssel der Regierung müssen wir weit mehr Personen aufnehmen", so Pressesprecher Hubert Uschald.
"Das wären für uns nach Regierungsangaben bis zu 150 Hilfe suchende Menschen." Sozialamt und Ausländeramt werden die 23-köpfige Ensdorfer Gruppe weiter betreuen. Da gilt es nicht nur die Verpflegung sicher zu stellen, sondern auch Schul- und Arztbesuch zu regeln, Fahrtmöglichkeiten nach Amberg zu schaffen sowie die Anmeldung im Ensdorfer Rathaus zu veranlassen. Bürgermeister Markus Dollacker sicherte dem Landratsamt unbürokratische Hilfe bei der Abwicklung zu und signalisierte, die Betroffenen ins Gemeindeleben einzubinden. Warmes Mittagessen kommt täglich aus der Klosterküche. Für Abendessen und Frühstück gibt es Lunchpakete.
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