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Sulzbach-Rosenberg
"Nichts soll mich von Jesus scheiden"
Mallersdorfer Schwestern begehen 150. Todestag ihres Ordensgründers Nardini mit Gedenkfeier
Sulzbach-Rosenberg. (thl) "Wer Jesus nachfolgen will, kann dies nicht nebenbei tun. Die Nachfolge Jesu fordert den ganzen Menschen heraus." Das betonte Dekan Walter Hellauer zum 150. Todestag von Paul Josef Nardini, der nach diesem Anspruch lebte und dafür selig gesprochen wurde. Ihrem Ordensgründer zu Ehren feierten jetzt auch die Mallersdorfer Schwestern den Nardini-Gedenktag zusammen mit der Pfarrei St. Marien.
In der Kapelle des Caritas-Hauses St. Barbara gab es eine Vesper und einen Festgottesdienst, bei dem Walter Hellauer Leben und Werk von Paul Josef Nardini zu dessen Todestag am 27. Januar umfassend würdigte. In Konzelebration mit den Ruhestandspfarrern Josef Wittmann, Lorenz Hägler und Alois Albersdörfer hob der Dekan in seiner Predigt hervor, dass sich der Gründer der Mallersdorfer Schwestern vom Ruf Jesu in seine Nachfolge "radikal" treffen ließ."Nichts soll mich von Jesus scheiden", schrieb er bereits als 20-Jähriger in sein Tagebuch, "weder Freude noch Leid, weder Angst noch Qual. Ihm will ich anhängen in brennender Liebe." Für sein priesterliches Wirken setzte sich Nardini laut Hellauer das Ziel: "Gott immer mehr zu erkennen, ihm allein anzugehören."
In Nächstenliebe verzehrt
Neben seiner Pfarrei kümmerte er sich nun auch noch um die Schwesterngemeinschaft. Als Nardini im Alter von erst 40 Jahren am 27. Januar 1862 vor 150 Jahren starb, hatte er sich im Dienst Gottes und an den Benachteiligten, Hilflosen und Armen laut Hellauer völlig verzehrt. Der Prediger warf die Frage auf: "Was soll das Leben von uns Christen prägen?" Nardinis Antwort lautete: "Liebe ist unser Leben, Liebe ist unsere Bestimmung, Liebe ist das Einzige, was Gott von uns fordert, denn die Erfüllung aller Pflichten fließt aus ihr." Darin, so der Geistliche, kann der Seliggesprochene "uns auch noch nach 150 Jahren Vorbild sein, die wir versuchen, Christus am Beginn des dritten Jahrtausends nachzufolgen. Dass wir alle in der Liebe wachsen: in der Liebe zu Gott und in der Liebe zu unseren Mitmenschen."
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