Von Michael Ascherl |
02.02.2012
| Netzcode: 3126834 | 430 Mal gelesen.
Drin ist, was nicht mehr drauf steht
Der VW CC ist trotz Namensänderung ein Passat geblieben, wenn auch ein sehr schöner
Mit dem Passat CC landete Volkswagen vor vier Jahren einen Volltreffer. 320 000 Exemplare des viertürigen Coupés rollen seither weltweit auf den Straßen. Nun gibt es einen Nachfolger. Der ist wieder Passat durch und durch, darf aber nicht mehr so heißen. Nur noch CC steht auf dem Heck; aus Marketinggründen.
"Das soll ein Passat sein?", wunderte sich Auto-Deutschland schon vor vier Jahren, als das viertürige Coupé erschien. So eine Linienführung hatte man VW nicht zugetraut. Jetzt heißt der Wagen nur noch CC, was ihn näher an den Phaeton rücken soll. Glücklicherweise nicht im Preis. Bild: VW
Man wolle den Neuen näher am Phaeton positionieren, heißt es dazu von VW. Den Kunden kann es egal sein, denn ausstattungsbereinigt ist der CC jetzt sogar günstiger. Zwar stehen 1200 Euro mehr als Grundpreis in der Liste, dafür kommt das "Comfort Coupé" nun serienmäßig mit Xenon-Licht, LED-Heckleuchten, Müdigkeitswarner, Multifunktions-Lederlenkrad, Sicherheitskopfstützen und Radio RCD 310 daher. Geblieben ist die solide Eleganz der langgestreckten Silhouette.
Durch Retuschen an Front und Heck gelang es den Designern, den Wagen noch stimmiger wirken zu lassen. Vergangenheit sind die glubschäugigen Rückleuchten, die nie so recht zum Passat CC passen wollten. Glattflächige LEDs ersetzen diese; vorne gibt es das wie mit dem Lineal gezogene Familien-Gesicht, das Chefdesigner Walter Maria de Silva allen Volkswagen verordnet hat.
Innen findet sich ein Passat-Arbeitsplatz, ergänzt durch eine ovale Analoguhr in der Mitte der Armaturentafel, wie man sie aus dem Phaeton kennt. Dass ein VW bei der Bedienung keine Rätsel aufgibt, ist bekannt, und so verhält es sich auch mit dem CC. Richtig oberklassig wird es (auch beim Preis), wenn man sich die Optionen ansieht. Bei den Assistenzsystemen rüstet der CC kräftig nach, bietet eine Kombination aus Tote-Winkel-Warner und Spurverlassens-Warner (Side Assist Plus). Es gibt intelligentes Fernlicht (Dynamic Light Assist), der CC parkt auf Wunsch selbstständig ein.
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Drin ist, was nicht mehr drauf steht
Der VW CC ist trotz Namensänderung ein Passat geblieben, wenn auch ein sehr schöner
Qualität bis ins Detail. Das erwartet man von VW. Im CC bekommt man es, und sogar noch einen Schuss Luxus dazu. Bild: VW
Jede Menge Extras
Dem ermüdungsfreien Fahren dient der Komfortsitz mit Massagefunktion und der Schau die auf Fußkick öffnende Heckklappe. Viel getan haben die Ingenieure beim Lärmschutz. War der Vorgänger schon kein Krawallbruder, so geht es im Innenraum des CC nun noch leiser zu. Spezielle Folien in den Scheiben, zusätzliches Dämm-Material und Verkleidungen am Boden und in den Radläufen kümmern sich darum. Neu auch die Wärme-Isolierung der vorderen Scheibe, die verhindert, dass sich der Innenraum bei Sonneneinstrahlung zu stark aufheizt.
Unter 5 Liter Diesel
Wir fuhren den 140-PS-Diesel mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe und empfanden die Motorisierung als ausreichend. Der Norm-Verbrauch für diesen Wagen liegt laut VW bei 4,7 Liter Diesel. Ein beachtlicher Wert für ein 1,6 Tonnen schweres Coupé. Das obere Ende der Skala bildet der 300 PS starke Benziner mit serienmäßigem Allradantrieb. Trotz seines coupéhaften Äußeren bietet der CC auch hinten ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Der Kofferraum taugt auch für die große Fahrt. Die Dieselmodelle verfügen serienmäßig über Start-Stopp und Energierückführung, bei den Benzinern ist die Rekuperation zwar Serie, das Motor-Aus an der Ampel kostet extra.
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