Moskau
Osteuropa erstarrt unter der Eisglocke
Immer mehr Kältetote - Kohleöfen reichen nicht mehr - Hunderte liegen mit Erfrierungen in Krankenhäusern
Wie das ukrainische Zivilschutzministerium in Kiew mitteilte, liegen hunderte Menschen mit Erfrierungen in Krankenhäusern. Allein seit Dienstag hätten sich etwa 7500 Menschen in öffentlichen Wärmestuben mit kostenlosem Essen und Getränken versorgt.
In Polen spitzte sich vor allem für Menschen in schlecht beheizten Altbauten die Lage zu. Das Fernsehen zeigte Rentner, die in voller Winterbekleidung in ihren Wohnungen saßen. Kohleöfen reichten oft als Heizung nicht mehr aus. Doch auch beheizte Zimmer können zur tödlichen Falle werden: Seit Freitag starben elf Menschen in Polen an Kohlenmonoxidvergiftungen, insgesamt meldete die Feuerwehr 90 Vergiftungsfälle in den vergangenen Tagen. Gründe waren defekte Heizöfen und dass wegen der eisiger Temperaturen nicht ausreichend gelüftet wird.
In Rumänien zählten die Behörden in rund 24 Stunden 6 Kältetote. Damit stieg die Zahl der Opfer des Extremfrostes dort auf 14, teilte das Gesundheitsministerium mit. In der Hauptstadt Bukarest gab es Probleme mit der Wärmeversorgung: Dort fiel über Nacht in vielen Gebäuden zeitweise die Heizung aus, weil der Gasdruck in den Leitungen nachließ.
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