Berlin
Glaeseker schweigt sich aus
Noch keine Erklärung zu Urlauben bei Partymanager
Dem Bundespräsidialamt waren Urlaube des damaligen Sprechers von Christian Wulff, Olaf Glaeseker, bei dem umstrittenen Partymanager Manfred Schmidt nach einem "Stern"-Bericht schon im Sommer 2010 bekannt. Glaeseker habe die Urlaubseinladungen damals auch amtsintern bestätigt und als rein privat bezeichnet. Der frühere langjährige Vertraute Wulffs schweigt auch gegenüber dem Präsidialamt weiterhin zu den Bestechlichkeitsvorwürfen gegen ihn.Wie das Magazin "Stern" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat ein Zeitungs-Redakteur Ende August 2010 nach Urlaubsaufenthalten Glaesekers auf Kosten Schmidts gefragt. Glaeseker habe solche Besuche damals bestätigt und als rein privat dargestellt. Am 29. August 2010 verfasste er laut "Stern" dazu auch eine "Sachverhaltsdarstellung" für den Präsidialamtsleiter Lothar Hagebölling. Auch hier habe Glaeseker die Urlaubseinladungen bestätigt und seine Beziehung zu Schmidt als rein privat dargestellt.
Unabhängig davon teilte eine Sprecherin des Präsidialamts der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch) mit, das Amt habe Glaeseker unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen ihn in den Medien um eine Stellungnahme gebeten. "Diese Stellungnahme liegt noch nicht vor." Eine Entscheidung, ob Glaeseker mit einer Kündigung oder anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen müsse, sei noch nicht gefallen, zitiert die Zeitung die Sprecherin weiter.
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