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Von (gl)  |  02.02.2012  | Netzcode: 3125948  |  330 Mal gelesen.
Schönseer Land

Bergwald wird zum weißen Grab

Beim Schmuggeln am Weingartenfels ums Leben gekommen - Geschichten von Dr. Josef Herbeck

Schönseer Land. (gl) Über das Schmuggeln, Paschen oder Schwirzen, wie der illegale Warenverkehr über die Grenze von Bayern nach Böhmen oder umgekehrt genannt wird, sind viele Geschichten niedergeschrieben. Von den Zeitzeugen werden auch viele Anekdoten erzählt und weitergegeben, deren Wahrheitsgehalt manchmal reduziert werden muss, denn viele prahlten mit ihren Erfolgen gegenüber den Grenzorganen.

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Dieses Bild vom Hochfels in Stadlern in Blickrichtung Reichenstein und dem dahinterliegenden Weingartenfels verdeutlicht den überlieferten dramatischen Verlauf einer Schmuggelgeschichte. Archivbild: gl
Andererseits musste vieles verschwiegen werden, um die Zollbeamten nicht zu informieren. Denn mit diesen saß man auch gelegentlich am Biertisch beisammen, da konkrete Informationen für beide Teile sehr wichtig waren.

Dramatische Ereignisse



Es gab früher aber auch dramatische Ereignisse in den Auseinandersetzungen, auch mit Todesfolgen, weil sogar Schusswaffen zum Einsatz kamen. Ein solches dramatisches Ereignis, wurde vom früheren Landarzt und Verfasser vieler Artikel, Dr. Josef Herbeck, festgehalten und 1964 in der Grenzwarte veröffentlicht:

Es war an einem Tag im Februar, als ein Schmuggler mit einem großen Paket mit Klöppelspitzen von Schwanenbrückl nach Johanneshütte von Böhmen auf dem Weg nach Stadlern war. Fast bis zur Brust in den Schnee einsinkend, erreichte er den Grosserfelsen und schließlich als höchsten Punkt den Weingartenfels (wo heute der Böhmerwaldturm steht). Als der Schmuggler niederwärts nach Stadlern abstieg, bemerkte er frische Spuren im Schnee, die von "Wasserstiefeln" stammten; unzweifelhaft von Grenzwächtern.

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