Routinekontrolle für Risikopatienten ab 60 - Erfolgreiche Zwischenbilanz in St. Barbara
Schwandorf. Rund 15 Monate nach ihrer ersten Operation am Krankenhaus St. Barbara ziehen Dr. Christine Tabken, Oberärztin in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und ihr Chefarzt Dr. Detlef Schoenen eine erste Zwischenbilanz. Seit Oktober 2010 hat Dr. Tabken rund 2500 Patienten mit gefäßchirurgischen Erkrankungen versorgt. Zwei von ihnen fühlen sich der Oberärztin für Gefäßchirurgie zu besonderem Dank verpflichtet.
Mit Hilfe eines Ultraschallgeräts kann Gefäßchirurgin Dr. Christine Tabken sofort erkennen, ob an der Halsschlagader eine gefährliche Engstelle vorliegt und dem Patienten womöglich ein Schlaganfall droht. Bild: hfz
Sophie von der Sitt (83) kam wegen eines alten Krampfaderleidens zu Dr. Tabken. Vor 23 Jahren hat sie sich bereits einmal einer Krampfadern-Operation unterzogen, heißt es in einer Verlautbarung der Klinik. Im Laufe der Jahre musste sie jedoch feststellen, dass die Probleme zurückgekommen waren. Quarkwickel und Stützstrümpfe konnten gegen das ständige unangenehme Hitzegefühl und die Schmerzen im Bereich des linken Beins nichts mehr ausrichten.
Genetische Veranlagung
Die 83-Jährige gehört zu den Patienten, bei denen es zu einer sogenannten "Rezidivvarikosis" kommt. "Es ist leider häufig, dass bei einer genetischen Veranlagung Krampfadern 15 bis 20 Jahre nach der ersten Operation erneut auftreten", berichtet Dr. Christine Tabken. Unbehandelte Krampfadern führten jedoch zu offenen Stellen an den Unterschenkeln, die vor allem im Alter oft nicht mehr abheilen würden. Bekannte gaben Sophie von der Sitt schließlich den Tipp, sich an die Schwandorfer Gefäßchirurgin zu wenden. Mitte Dezember entschloss sie sich zur Operation und ist von der Behandlung und dem Ergebnis sehr überzeugt. Auch Ehemann Oskar (83) bestätigt: "Dein Bein sieht wieder richtig gut aus."
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02.02.2012
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Schwandorf
Drohenden Schlaganfall entlarven
Routinekontrolle für Risikopatienten ab 60 - Erfolgreiche Zwischenbilanz in St. Barbara
Dass Oskar von der Sitt ebenfalls noch vor Weihnachten operiert werden würde, daran dachte damals keiner von beiden. Aber eine Routinekontrolle seiner Halsschlagadern zeigte eine gefährliche Verengung des Gefäßes durch Kalkablagerungen und damit ein hohes Risiko für einen Schlaganfall. Viel Zeit zum Nachdenken brauchte der 83-Jährige nicht: "Die OP sollte sofort vorgenommen werden, denn wir wollten die Feiertage nicht in Unsicherheit verbringen."
Zur Routineuntersuchung
Obwohl von der Sitt als aktiver Sportler immer noch topfit ist, wusste er, dass er als ehemaliger langjähriger Raucher zur Risikogruppe zählt. Die Oberärztin rät deshalb allen Diabetikern, Rauchern sowie Menschen mit Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten oder bekannten Herzerkrankungen ab dem 60. Lebensjahr zu einer Routineuntersuchung beim Hausarzt. Dabei würden - für den Patienten völlig schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung - mit einem Ultraschallgerät die Halsschlagadern kontrolliert.
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Drohenden Schlaganfall entlarven
Routinekontrolle für Risikopatienten ab 60 - Erfolgreiche Zwischenbilanz in St. Barbara
Nur fünf Tage nach der Operation, bei der die Verkalkungen in der verengten Halsschlagader entfernt wurden, konnte von der Sitt die Klinik am heiligen Abend wieder verlassen. Frisch erholt nach einem anschließenden Reha-Aufenthalt kamen die beiden Senioren nochmals im Krankenhaus St. Barbara bei Dr. Christine Tabken vorbei. Die Botschaft, die Oskar von der Sitt für die Ärztin dabei hatte, kam aus tiefstem Herzen: "Gott sei dank ließ ich es rechtzeitig machen."
Gefäßchirurgische Schwerpunkte am Krankenhaus St. Barbara sind Schlaganfall-Vorbeugung und -Behandlung (Operationen an der Halsschlagader), arterielle Verschlusskrankheit und Schaufensterkrankheit (Anlage von Bypässen und Aufdehnen von Engstellen), Krampfaderleiden, diabetisches Fußsyndrom in Kooperation mit Belegarzt Dr. Johann Hartl (Extremitätenerhalt) und Dialyseshunt-Chirurgie.
Vor- und nachstationäre gefäßchirurgische Sprechstunden sind montags von 8 bis 11 Uhr und mittwochs von 13 bis 16 Uhr. Die Terminvereinbarung erfolgt im Sekretariat Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Telefon 09431 52 20 51.
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