Von (dpa) |
01.02.2012
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Nürnberg/Berlin
Keine Entlassungswelle in Sicht
Arbeitslosigkeit trotz eines Winter-Anstiegs auf tiefstem Januar-Stand seit 20 Jahren - Zeil: Lage bleibt stabil
Der deutsche Arbeitsmarkt startet ungewöhnlich robust ins neue Jahr. Trotz schwächelnder Konjunktur weist die Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Jahresbeginn mit 3,082 Millionen die niedrigste Januar-Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren aus. Die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke wurde zwar erstmals seit neun Monaten überschritten. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sieht den Anstieg aber rein saisonbedingt. Wegen des frostigen Winterwetters ruhte auf vielen Baustellen die Arbeit.
Die Zahl der Erwerbslosen stieg im Januar verglichen mit dem Vormonat somit um 302 000, im Vergleich zum Jahresbeginn vor einem Jahr fiel sie aber um 264 000, wie Weise am Dienstag in Nürnberg berichtete. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum Dezember um 0,7 Punkte auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,9 Prozent gelegen.
Nach Erkenntnissen von BA-Vorstand Raimund Becker gibt es derzeit trotz vereinzelter spektakulärerer Firmenpleiten keine Hinweise für drohende größere Entlassungen. "Die Entwicklung läuft normal", berichtete Becker unter Berufung auf eine monatliche Umfrage bei den 174 Arbeitsagenturen. Vom Dachverband der Gewerkschaften kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in Berlin: "Jede zweite Neueinstellung erfolgt nur befristet. Rund ein Drittel der freien Stellen ist in der Leiharbeitsbranche."
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01.02.2012
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Nürnberg/Berlin
Keine Entlassungswelle in Sicht
Arbeitslosigkeit trotz eines Winter-Anstiegs auf tiefstem Januar-Stand seit 20 Jahren - Zeil: Lage bleibt stabil
Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Januar erwartungsgemäß gestiegen - um 51 860 auf 281 651. Die Zahlen seien allein auf das Wetter zurückzuführen, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Im Vergleich zum Januar 2011 sank die Zahl der Arbeitslosen um 39 959. Wie Behördenchef Ralf Holtzwart sagte, registrierte die Regionaldirektion den niedrigsten Arbeitslosenstand in einem Januar seit 20 Jahren. "Die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,2 Prozent weiter auf Rekordniveau." Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 4,8 Prozent gelegen. Die Quote in der Oberpfalz betrug 4,3 Prozent (2011: 5,1 Prozent).
Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ist überzeugt davon, dass das Hoch am bayerischen Arbeitsmarkt auch in diesem Jahr stabil ist: "Wir werden 2012 in noch mehr Landesteilen faktisch Vollbeschäftigung erreichen", sagte er. (Seite 33)
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