Amberg
Das Minus ist ein Plus
Im Januar deutlich mehr Arbeitslose - Aber: Weniger als vor einem Jahr
Amberg. (tk) Der Winter hat den Arbeitsmarkt fest im Griff. In der Amberger Region stieg die Zahl der Arbeitslosen von Dezember auf Januar kräftig an. Laut Agentur für Arbeit wurden 610 Frauen und Männer mehr gemeldet als noch im alten Jahr. Mitte Januar waren 2560 Arbeitslose gemeldet. Die gute Nachricht: Vor einem Jahr waren es 710 mehr. Die Quote erhöhte sich von 3,5 Prozent im Dezember auf 4,6. Vor zwölf Monaten lag dieser statistische Wert noch bei 6,0.
"Durch die jährlich wiederkehrenden Freisetzungen im Baubereich steigt im Januar regelmäßig die Arbeitslosigkeit an", kommentierte der Leiter der Geschäftsstelle, Franz Elsner, gestern die aktuellen Zahlen.Dennoch volle Bücher
Weniger betroffen sei allerdings das Baunebengewerbe, das über gut gefüllte Auftragsbücher verfüge - insbesondere aufgrund von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Franz Elsner: "Das nach wie vor greifende Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise sowie die konjunkturelle Belebung haben signifikant zur Beschäftigungssicherung beigetragen." Dennoch gebe es auch im Winter Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften. Gesucht würden besonders Elektro- und Elektronik-Fachkräfte sowie Heizungs- und Sanitärspezialisten. Weiterhin gute Eingliederungsmöglichkeiten bestehen laut Elsner für Metallfachkräfte, insbesondere mit Kenntnissen in CNC oder mit gültigen Schweißprüfungen.
Weiterbildung wichtig
Unabhängig von der aktuell stagnierenden Personalnachfrage stelle sich die Arbeitsagentur aber bereits heute auf eine stark zunehmende Fachkräftenachfrage im Frühjahr ein. Die Behörde setze zur Beseitigung der Diskrepanz zwischen Qualifikationsanforderungen bei der Nachfrage und den bei arbeitslosen Arbeitnehmern vorhandenen Kenntnissen verstärkt auf die beruflichen Weiterbildung.
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