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Brüssel/Berlin
Sparkurs spaltet EU: Heftige Kritik an Merkel
Kanzlerin feiert "Meisterleistung" - Opposition: Porzellan zerschlagen
Brüssel/Berlin. (dpa) Nach dem Brüsseler Spar-Gipfel muss Kanzlerin Angela Merkel (CDU) viel Kritik für ihr Krisenmanagement einstecken. SPD und Grünen warfen ihr vor, mit der gescheiterten Idee eines Sparkommissars für Griechenland viel Porzellan zerschlagen und die antideutsche Stimmung angeheizt zu haben. Auch sei der Fiskalpakt viel weicher als von Merkel versprochen.
"Gerupfter Fiskalpakt"
Die SPD hielt Merkel vor, in Brüssel mit zentralen Forderungen wie automatischen Sanktionen für Haushaltssünder und einem Klagerecht der EU-Kommission bei Verstößen gegen den Pakt gescheitert zu sein. "Mit dem Vorschlag eines externen Sparkommissars hat die Bundesregierung die Vorbehalte gegen Deutschland maximiert und unser Land isoliert", sagte SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider. Die Grünen kritisierten, Merkel habe beim "gerupften Fiskalpakt" viele EU-Partner verprellt. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte der "Financial Times Deutschland" (FTD): "Die Brandmauer gegen Spekulationen ist weiterhin nicht gezogen." Die "FTD" berichtete auch, es gebe bereits einen Zeitplan zum Bau einer Euro-Brandmauer von bis zu 1,5 Billionen Euro. So könnte der aktuelle Schirm EFSF mit dem ESM sowie Mitteln des Internationalen Währungsfonds (IWF) kombiniert werden. Wirtschafts- und Bankenverbände begrüßten die Gipfelbeschlüsse, die sich aber bewähren müssten. Europas Börsen notierten im Plus. Händler erklärten, die Anleger seien risikobereiter.
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