Von (upl) |
01.02.2012
| Netzcode: 3124342 | 1334 Mal gelesen.
Grafenwöhr
Licht und Schatten für Grafenwöhr
Brigade-Abzug: "Aufmunternde Signale" - US-Armee meldet weiterhin Wohnraumbedarf an
Grafenwöhr. (upl) Die geplante Auflösung der 172. US-Infanteriebrigade in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) lässt die Drähte glühen. Während der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Washington versuchte, die Folgen für die Region abzumildern, suchten Oberpfälzer Politiker und Arbeitnehmervertreter am Dienstag im Grafenwöhrer Rathaus den Schulterschluss.
Die US-Armee löst die in Grafenwöhr stationierte 172. Infanteriebrigade auf - das bleibt nicht ohne Folgen für die zivilen Arbeitsplätze auf dem Truppenübungsplatz. Archivbild: Unger
Der Bundestagsabgeordnete Werner Schieder (SPD) hatte zu dem Gespräch eingeladen, mehrere Bürgermeister aus Anliegergemeinden des Truppenübungsplatzes waren gekommen. "Es gibt ein paar aufmunternde Signale. Aber ich warne vor zu großem Optimismus", sagte Werner Walberer von der Gewerkschaft Verdi. Am Übungsplatz arbeiten noch rund 2400 deutsche Zivilbeschäftigte, der Abbau von 200 Stellen war bereits eingeleitet, bevor die Auflösung der Brigade bekannt wurde. "Die Lebensnerven des Truppenübungsplatzes sind die Schießbahnen", erläuterte Walberer. "Weniger Übende bedeuten weniger Arbeitsplätze."
Noch ist unklar, wann sich die Brigade aus Grafenwöhr verabschiedet. Abgeordneter Schieder sagte, ihm habe Julio A. Gutierrez, der für Bayern zuständige Verbindungsoffizier der US-Streitkräfte, erklärt, dass es im Sommer 2013 so weit sei. Die dann frei werdenden Kapazitäten wolle die US-Armee mit "rotierenden Einheiten" auffüllen. Wie die Politiker und Arbeitnehmervertreter am Dienstag übereinstimmend erklärten, sei aber noch offen, um welche Einheiten es sich dabei handelt.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von (upl) |
01.02.2012
| Netzcode: 3124342 | 1334 Mal gelesen.
Grafenwöhr
Licht und Schatten für Grafenwöhr
Brigade-Abzug: "Aufmunternde Signale" - US-Armee meldet weiterhin Wohnraumbedarf an
Zusätzlich sollen Soldaten aus Schweinfurt und Bamberg fest in Grafenwöhr stationiert werden. Unter Berufung auf Gutierrez nannte Schieder die Größenordnung von 3000 bis 4000 Mann. Dazu passt die Auskunft der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), dass sie rund um den Truppenübungsplatz weiterhin Wohnungen für Angehörige der US-Streitkräfte sucht.
Der Abzug der Brigade habe "nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf die aktuelle Wohnraumbeschaffung am Standort Grafenwöhr", teilte eine Bima-Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Bundesanstalt sei von US-Seite vielmehr gebeten, ihre Bemühungen um die Anmietung der noch nicht gesicherten Wohneinheiten "im bisherigen Umfang fortzuführen". Folglich bleibe die Bima weiterhin an Angeboten von Investoren interessiert.
Langfristige Perspektiven
Die Arbeitnehmervertreter forderten die Politiker auf, nach langfristigen Perspektiven für die Anrainergemeinden Ausschau zu halten. "Dass die Chancen für deutsche Arbeitssuchende bei der US-Armee sinken, ist kein Geheimnis. Wir sollten uns heute schon Gedanken über Ersatzarbeitsplätze für die nachfolgenden Generationen machen", sagte Walberer. Der Grafenwöhrer Bürgermeister Helmuth Wächter (SPD) erinnerte daran, dass der Truppenübungsplatz von der deutschen Bevölkerung nur akzeptiert werde, weil er vielen Familien die Existenz sichert. "Wir brauchen eine gemeinsame Strategie", sagte Wächter. "Wir müssen alle ins Boot holen und alle Kanäle nutzen." Ausdrücklich mahnten die anwesenden Rathauschefs an, überparteilich vorzugehen. Heute Abend trifft sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht in Weiden mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern in ähnlicher Sache.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
172. US-Infanteriebrigade muss Grafenwöhr verlassen - Erster Abzug im Oktober
Im Sommer soll die in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) stationierte 172. US-Infanteriebrigade "Blackhawk" von ihrem zwölfmonatigen Einsatz in Afghanistan zurückkehren. Doch viel Zeit, sich in der Oberpfalz zu Hause zu fühlen, dürfte den Soldaten nicht bleiben. Denn die Brigade soll abziehen. mehr...
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:
172. US-Infanteriebrigade muss Grafenwöhr verlassen - Erster Abzug im Oktober
Im Sommer soll die in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) stationierte 172. US-Infanteriebrigade "Blackhawk" von ihrem zwölfmonatigen Einsatz in Afghanistan zurückkehren. Doch viel Zeit, sich in der Oberpfalz zu Hause zu fühlen, dürfte den Soldaten nicht bleiben. Denn die Brigade soll abziehen. mehr...
Marktrat vergibt Arbeiten für das Alte Schloss - Tanja Schiffmann neue CSU-Fraktionssprecherin
Das amtliche Schreiben ist schon da. Bürgermeister Hans Schäfer gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass der Markt für das Alte Schloss 316 000 Euro Förderung aus Mitteln des Landesdenkmalschutzes bekommt.
mehr...
Bayern-1-Wettbewerb "Bayerns beste Bayern": Tännesberg schafft Sprung ins Finale
Großer Jubel und ausgelassene Stimmung im Markt: Die Tännesberger sorgten am Donnerstag mit dem Sprung ins Finale des Wettbewerbs "Bayerns beste Bayern" des Bayerischen Rundfunks für die Sensation. Am Schluss des Spielparcours hatten sie mit 364 Punkten zwei mehr auf ihrem Konto als der bisherige Erstplatzierte Stadtlauringen aus Unterfranken.
mehr...
Ausstellung des Heimatkundlichen Arbeitskreises über die 100-jährige Geschichte der Stadt
Kindheitserinnerungen wurden bei Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bei der Ausstellungseröffnung des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) am Donnerstagabend im Heimatmuseum wach. Denn dort sind unter anderem auch Bilder des alten Forstamts und Marstalls zu sehen, in denen er die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte.
mehr...
Mission Goldenes Kreuz: Gourmetkoch Michael Schieder ist zurück bei den Oberpfälzer Wurzeln
Der haushohe Schriftzug mit dem "Goldenen Kreuz" prangt vor dem gleichnamigen Landhotel. Das Symbol schmückt das Gebäude seit mindestens 1811. "Soweit habe ich das bisher zurückverfolgt", sagt Juniorchef Michael Schieder, "jetzt forsche ich im Amberger Staatsarchiv weiter." Doch wichtiger als die Fassade, sind die inneren Werte des Familienbetriebs, der über die Jahrhunderte zum dörflichen Mittelpunkt in Saubersrieth wuchs.
mehr...
Stephan Oetzinger tritt offiziell Bürgermeisteramt an - Wunsch: kollegiale Zusammenarbeit
Nach dem überwältigenden Wahlsieg am Sonntag war der Weg für Bürgermeister Stephan Oetzinger auf den Chefsessel im Manteler Rathaus geebnet. Nun bekleidet er die nächsten acht Jahre offiziell ein Amt, das er bereits im Januar kommissarisch übernommen hatte. Gemäß Beschluss des Gemeindewahlausschusses vom Dienstag trat Oetzinger am 23. Mai das Amt des Ersten Bürgermeisters in der 3000 Seelengemeinde an.
mehr...
Ortsverband Püchersreuth legt sich mit Parteifreund Lorenz Enslein und den Vize-Bürgermeistern an
Bürgermeister Lorenz Enslein will "kein großes Drama daraus machen", CSU-Vorsitzender Josef Beck sagt "man kann über alles reden". Doch ganz grün sind sich die beiden Schwarzen nicht, seit der Ortsverband seinen eigenen Bürgermeister mit einem Info-Brief und einem Aushang angeschossen hat.
mehr...
Marktrat Leuchtenberg beschließt, auch Fläche bei Steinach aus Landschaftsschutzgebiet zu nehmen
Angst vor der eigenen Courage scheint der Marktrat zu bekommen. Die große Frage in der Sitzung am Dienstag war, ob die Gemeinde die beiden Flächen für Windräder am Elm und bei Steinach aus der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung herausbekommen sollte und wer dann Windräder bauen werde.
mehr...
Gerhard Kühner spricht beim Evangelischen Frauenbund über den Kriseninterventionsdienst
Wenn Gerhard Kühner zusammen mit der Polizei vor der Haustüre steht, kann es sein, dass er eine schlimme Nachricht überbringen muss. Denn er ist für den Kriseninterventionsdienst unterwegs.
mehr...
"Die Zukunft lebt von der Gemeinschaft der Generationen. Dieses Miteinander wird nur gelingen, wenn die Themen des Alters und der Pflege von ihren Tabus befreit werden und ein ehrlicher Blick auf das Alter mit all seinen positiven Aspekten wie auch den vermeintlichen Schattenseiten - gewagt wird."
mehr...
CSU plädiert für etwas Grün und ein paar Bäume - Beim Kommunbrauhaus noch alles offen
Zone 30 in der Altstadt oder eine einfache Wiederbegrünung des Marktplatzes waren Vorschläge, die der CSU-Stadtratsfraktion bei ihrem Ortstermin in der Altstadt unterbreitet wurden. Rege Bautätigkeit herrscht in der Türlgasse und An der Stadtmauer. Kurz vor der Fertigstellung ist die Wolf-Dietrich-Mayer-Straße, die zum Bürgerfest bereits eingeweiht werden soll.
mehr...