Von (dpa) |
31.01.2012
| Netzcode: 3123444 | 86 Mal gelesen.
Offenbach/Berlin
Kalt, kälter, "Cooper"
Sibirische Eistage lassen Deutschland bibbern - Aber keine Minusrekorde
Offenbach/Berlin. (dpa) Mit eisiger Luft aus Sibirien kühlt das Hoch "Cooper" Deutschland auf Gefrierschrank-Niveau herunter. Von Ost nach West kriecht die Kälte über das ganze Land.
Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erwarten bis zum Wochenende Eistage - auch tagsüber bleiben die Temperaturen dann unter null Grad. Dazu weht ein kräftiger Ostwind, der die Kältewirkung verstärkt. Nennenswerte Schneefälle gibt es nicht, höchstens im Nordosten oder am Alpenrand können ein paar Flocken fallen.
"Der Höhepunkt der Kältewelle wird vermutlich am Freitag erreicht", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert am Montag. Dann beginnt der Tag auf den Höhen des Bayerischen Waldes und im Erzgebirge mit Werten um minus 20 Grad - bei klarem Himmel und über Schnee kann es noch kälter werden. Bis dahin sinken die Temperaturen stetig. Am Mittwoch herrscht überall Dauerfrost zwischen minus 1 und minus 11 Grad. Erst am Wochenende lässt die Kälte etwas nach.
"Von einem Rekord ist das aber noch weit entfernt", sagte Meteorologe Ruppert. Der Kälterekord im DWD-Messnetz liegt bei minus 37,8 Grad, gemessen am 12. Februar 1929 im bayerischen Wolnzach-Hüll nördlich von München.
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Offenbach/Berlin
Kalt, kälter, "Cooper"
Sibirische Eistage lassen Deutschland bibbern - Aber keine Minusrekorde
"Wir haben es mit einem Winter der Extreme zu tun, erst Mittelmeerflair mit wochenlangen frostfreien Nächten und jetzt der abrupte Wechsel zu arktischen Verhältnissen", sagte der Meteorologe Jurik Müller vom DWD in Leipzig. "Eine derartige Wetterkonstellation kommt bei uns alle 20 bis 30 Jahre vor, letztmalig 1986 und 1956."
Januar viel zu warm
Mit sibirischer Kälte verabschiedet sich der Januar - aber unter dem Strich war der Monat in Deutschland viel zu warm. Nach der Auswertung des DWD lag die Durchschnittstemperatur um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert.
Auf den wärmsten Neujahrstag seit 1877 folgten zwei Orkane, dann wurde es winterlicher und zum Schluss klirrend kalt. Der ungewöhnlich milde Jahresbeginn weckte die Natur vorzeitig aus der Winterpause, die Haselblüte begann viel früher als sonst, vielerorts blühten Schneeglöckchen oder sogar Krokusse auf. Am wärmsten war es am Neujahrstag mit 14,9 Grad in Köln.
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