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Wiesbaden
Bierkonsum geht weiter zurück
Alkoholfreies auf dem Vormarsch - Preiswettkampf des Handels und steigende Kosten
Wiesbaden. (dpa) In Deutschland wird immer weniger herkömmliches Bier getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2011 auf den historischen Tiefstand von 101,4 Litern. Allerdings ist alkoholfreies Bier, das sich wachsender Beliebtheit erfreut, in den am Montag veröffentlichten Daten nicht enthalten.
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| Ein Besucher betrachtet auf der Grünen Woche in Berlin ausgestellte Bierflaschen. Archivbild: dpa |
Radeberger prescht vor
Große Herausforderungen für die 1300 Brauereien zählende Branche seien der anhaltende Preiswettkampf des Handels und steigende Kosten, erklärte Hauptgeschäftsführer Peter Hahn in Berlin. Steigende Kosten bei Rohstoffen, Personal, Energie und Logistik sowie überfällige Investitionen würden dazu führen, dass einige Brauereien ihre Preispolitik überdenken müssten. "Die Folge können Preisanstiege bei einigen Bieren sein, um im Markt zumindest einen Teil des Kostenpakets auszugleichen", erklärte er. Der Marktführer, die Oetker-Tochter Radeberger Gruppe, hat bereits mit Wirkung von morgen Preiserhöhungen für ein Teil des Sortimentes gegenüber Handel und Gastronomie angekündigt.
Die deutschen Brauereien setzten laut Statistischem Bundesamt 2011 im Inland insgesamt 82,7 Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier und alkoholhaltige Mischgetränke ab. Das ist ein Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und so wenig wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. In der Zahl enthalten ist der rückläufige Haustrunk an Brauerei-Mitarbeiter.
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