Von (am) |
28.01.2012
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Nabburg
Straße auf Deckel über tiefere Gleise
Neues Konzept zum Bahnübergang: Planungsbüro Vieregg-Rößler streicht Unterführung
Nabburg. (am) Keine großen Umwege, wirksamer Lärmschutz und niedrigere Baukosten: Diese Vorteile sieht das Büro Vieregg-Rößler in seinem neuen Vorschlag zur Lösung des Bahnübergangsproblems. Das Konzept, das der Stadtrat mit den Stimmen der CSU- und der ÜPW-Fraktion am 25. Oktober in Auftrag gegeben hatte, liegt seit Anfang Januar im Rathaus vor.
Der vom Staatlichen Bauamt geplante Neubau der Staatsstraße 2040 mit Unterfahrung der Bahnstrecke Hof- Regensburg bei der Nordgauhalle löst die beiden drängendsten Probleme im Straßenzug der Georgenstraße: Zum einen wird das Verkehrshindernis beseitigt, das der niveaugleiche Bahnübergang mit seinen langen Schrankenschließungszeiten darstellt, zum zweiten findet eine Verkehrsentlastung dieses innerstädtischen Bereichs statt. Laut Vieregg-Rößler bedeute dies jedoch für die Anlieger der Georgenstraße, dass sie an die künftige West-Ost-Straßenachse nur durch große Umwege angebunden werden, was für die hier angesiedelten Geschäfte möglicherweise zu wirtschaftlichen Einbußen führe. Doch dieser Nachteil lasse sich verhindern, wenn nicht die Straße abgesenkt wird, um die Eisenbahn zu unterfahren, sondern die Bahntrasse tiefergelegt wird, damit die neue Staatsstraße 2040 über die Gleise hinweg geführt werden kann.
Die Absenkung der Bahnstrecke erfolgt in dem neuen Konzept auf einer Länge von 700 Metern, wobei der tiefste Punkt rund 3,5 Meter unter dem jetzigen Niveau der Strecke liegt. Zugleich wird die Bahnlinie, die hier in einer Kurve verläuft, um bis zu zwei Gleisachsen zur Kurvenaußenseite hin verschoben, so dass der Bau des abgesenkten Abschnitts (Trogbauwerk) neben der vorhandenen, aber zeitweise auf ein Gleis zurückzubauenden Bahntrasse stattfinden kann. Zugleich finde eine enge Bündelung der neuen 2040 mit der abgesenkten Bahnstrecke statt.
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Straße auf Deckel über tiefere Gleise
Neues Konzept zum Bahnübergang: Planungsbüro Vieregg-Rößler streicht Unterführung
Trog bringt Lärmschutz
Die Staatsstraße 2040 quert nur 60 Meter südlich der Georgenstraße die Bahnstrecke auf einem Betondeckel, der auf rund 70 Metern Länge über einem Trogbauwerk der Eisenbahn liegt. Es schließt sich die Naabbrücke an, die in etwa dieselbe Lage wie die bisher geplante neue Brücke hat.
Die Einmündung der Austraße in die 2040 gestaltet sich laut Vieregg-Rößler wesentlich einfacher und weniger flächenintensiv als nach der bisherigen Planung. Der Einmündungsbereich von Georgenstraße und Turnhallenweg wird als Straßenkreuzung mit der 2040 ausgebildet und stellt zugleich die Überführung dieser Straße über die Eisenbahnstrecke dar.
Aufgrund der weitgehenden Troglage der Bahnlinie würden die Anwohner, so heißt es, wirksam vor dem Lärm der Züge geschützt. In den Abschnitten mit nur geringer Trogtiefe oder ohne Trog wird die Bahntrasse mit Lärmschutzwänden versehen. Die neue 2040 erhält ebenfalls Lärmschutzwände, die auf der Stadtseite aus Glas bestehen sollten, um eine Verschattung der anliegenden Grundstücke zu vermeiden. Dieser Lärmschutz sei nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz nicht nur für die neue Straße, sondern auch für die Eisenbahngleise zwingend vorgeschrieben, da es sich um bauliche Veränderungen handelt.
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Nabburg
Straße auf Deckel über tiefere Gleise
Neues Konzept zum Bahnübergang: Planungsbüro Vieregg-Rößler streicht Unterführung
Optional wäre auch ein Ausbau des Straßenzuges Alter Brückenweg- Mühlweg denkbar. Denn die Verschwenkung der Eisenbahn in Richtung Fluss finde auch nördlich der Georgenstraße statt, so dass hier der Platz frei wird, um die Straßen zu verbreitern. Dies wäre die erste Baustufe eines zusätzlichen Projektes "Nord-/ Nordostumfahrung der Altstadt" mit Ausbau des Schießstättenwegs.
Fünf Millionen weniger
Die Gesamtkosten der umgeplanten Lösung (inklusive Tieferlegung der Eisenbahn, aber ohne Umbau Alter Brückenweg-Mühlweg) werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Somit liegen sie niedriger als bei der bisherigen Planung, in der sie mit 25 Millionen Euro veranschlagt sind.
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Die Planung hat nach den hier veröffentlichten Zahlen einen schlichten, aber folgenreichen Fehler. Eine Absenkung der Gleise um 3,5 m reicht nicht aus, damit die Züge unter den Brücken für St 2040 und Co durchkommen. Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung erfordert für elektrifizierte Strecken einen freizuhaltenden Raum von mindestens 5,2 m Höhe. Hinzu kommt die Konstruktionshöhe der Brücke von mindestens 0,3 m, so das die Gleise mindestens 5,5 m tiefer zu legen sind. Andernfalls sind entsprechende Anschüttungen im Stadtgebiet (von mindestens 2 m Höhe!) erforderlich, was an der geplanten Kreuzungstelle bei der Nordgauhalle sicherlich nicht mit dem Stadtbild verträglich ist und außerdem nicht der beschriebenen problemlosen Einmündung der Austraße entspricht.
Bei der Verlegung der Bahnstrecke östlich ihrer bisherigen Lage wird außerdem der für den Hochwasserabfluß wichtige Querschnitt der Naab eingeschränkt. Diese Auswirkungen möge sich jeder anhand der Wassermengen bei der Schneeschmelze Anfang Januar 2011 vorstellen.
ich kann die Verantwortlichen nur auffordern, diesen Vorschlag kritisch zu hinterfragen. Es besteht die Gefahr, das hinterher viel, viel geld draufgezahlt wird.
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