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Angemerkt
Parkplätze statt
Populismus
Holprig, uneben, eng, an der Uferseite von Wasser unterspült und deswegen in Teilen sogar einsturzgefährdet - das war die Schiffgasse vor ihrer Sanierung. Jetzt ist sie ebenerdig, breiter, schön anzuschauen und vor allem eines: sicher. Das wissen die Anwohner zu schätzen, aber nicht die Tatsache, dass ihre Parkplätze vor der Haustüre verschwunden sind. Der einstimmige Wille der Stadträte hatte dazu geführt, die Gasse entlang der Vils zu einer Promenade umzugestalten, auf der es sich sehr gut flanieren lassen soll.
Entscheidungen des Stadtrats sind dafür da, auch umgesetzt zu werden. Im Fall der Schiffgasse ist das geschehen. Wenn sich jetzt der Unmut der Betroffenen manifestiert, gibt es zwei Möglichkeiten. Den Beschluss wieder zurückzunehmen oder sich die kritische Frage gefallen zu lassen, ob diese Entwicklung nicht abzusehen war. Die SPD hat noch eine dritte Variante entwickelt, die das Zeug dazu hat, ein vertretbarer Kompromiss zu werden. Die Schiffgasse soll autofrei bleiben, alle Anwohner und die Besucher des Marienheims könnten entlang der Zeughausstraße parken. Dann aber könnte es einen Aufschrei in der Geschäftswelt geben, die aus ihrer Sicht berechtigterweise auf zu wenige Parkplätze verweisen würde.
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