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Ehingen/Osnabrück
Schlecker-Tochter folgt der Mutter
Wegen der starken Abhängigkeit geht auch die Drogeriekette Ihr Platz in die Insolvenz
Ehingen/Osnabrück. (dpa) Die Schlecker-Tochter Ihr Platz folgt der Mutter in die Insolvenz. Das Osnabrücker Unternehmen habe beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag eingereicht, sagte ein Schlecker-Sprecher am Donnerstag. Betroffen seien rund 650 Filialen und 5800 Mitarbeiter. Die Beschäftigten wurden am Morgen informiert.
Am Montag hatte Schlecker selbst Insolvenz angemeldet. Ihr Platz und die Auslandsgeschäfte waren zunächst außen vor geblieben. Das Osnabrücker Unternehmen befinde sich in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker, begründete der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Schritt. Die Tochter solle Teil der Restrukturierung werden, deren Ziel der Erhalt des Gesamtunternehmens sei.2007 übernommen
Dazu werde es in den kommenden Tagen auch Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft Verdi geben. Für die Auslandsgeschäfte wurde dagegen kein Insolvenzantrag gestellt. Schlecker hatte Ihr Platz 2007 übernommen. Für das Osnabrücker Unternehmen ist es schon die zweite Insolvenz.
Schlecker nahm am Donnerstag den sogenannten Regelbetrieb wieder auf, nachdem sich Geiwitz und das Management am Mittwoch mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, geeinigt hatten. Das gilt auch für Ihr Platz. Die Einkaufsgemeinschaft werde ihre Lieferungen wieder aufnehmen, hieß es. Zahlungsrückstände an Markant waren ein Hauptgrund für die Insolvenz des schwäbischen Unternehmens am Freitag gewesen. In der Einkaufsgemeinschaft sind rund 100 Unternehmen zusammengeschlossen, darunter die großen Drogeriemarktketten Schlecker, dm und Rossmann. Diese wickeln einen Teil ihres Warenflusses über Markant ab. Die Kooperation bestellt die Waren für ihre Mitglieder und bezahlt diese zunächst. Die Mitglieder wiederum müssen für diese Dienstleistung Gebühren bezahlen.
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