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Von (mp)  |  25.01.2012  | Netzcode: 3118377  |  212 Mal gelesen.
Neunburg vorm Wald

Bebauungsplan allein hilft nichts

Für Stadtentwicklung auch positives Klima entscheidend - Gemeindetag-Referent klärt Rechtslage

Neunburg vorm Wald. (mp) "Überlegen Sie sich das gut, wenn Sie bestimmte Sortimente ausschließen wollen", empfahl Dr. Franz Dirnberger. Der Referent für Baurecht beim Bayerischen Gemeindetag klärte bei einer Infoveranstaltung ausführlich über rechtliche Grundlagen für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) auf. Besonders im Blickpunkt stand die geplante Ausweisung eines zentralen Versorgungsbereichs.

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Auf Einladung von Bürgermeister Martin Birner waren Baurecht-Experte Dr. Franz Dirnberger (links) und Rudolf Fröschl, Abteilung Städtebauförderung bei der Bezirksregierung, nach Neunburg gekommen. Bei einer Infoveranstaltung erläuterten sie rechtliche Hintergründe für das Stadtentwicklungskonzept. Bilder: Mardanow (2)
Bürgermeister Martin Birner hieß Stadträte, Mitglieder der Lenkungsgruppe, Geschäftsleute und interessierte Bürger willkommen und erinnerte an die kontroverse Diskussion der vergangenen Wochen. Von den anwesenden Fachleuten - neben Dr. Dirnberger war auch Rudolf Fröschl, Sachgebietsleiter Städtebauförderung bei der Bezirksregierung, nach Neunburg gekommen - erhoffte er die Klärung offener Fragen, um die Diskussion wieder zu versachlichen.

"Die Rechtsmaterie ist nicht unkompliziert", warnte Dr. Dirnberger zu Beginn seines Referats. "Verlangen Sie aber von mir keine Lösungen", schränkte er ein, "die müssen Sie selbst finden." Er könne lediglich die rechtlichen Grundlagen erläutern. Danach nahm Dirnberger die Zuhörer auf einen einstündigen Ritt durch die Rechtssprechung mit und versuchte die baurechtlichen Vorgaben zu erläutern.

Entwicklung steuern



"Ein räumlich abgrenzbarer Bereich einer Gemeinde, der durch Einzelhandelsnutzungen, ergänzt durch Dienstleistung und Gastronomie, eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus ausübt." So definiere der Gesetzgeber den zentralen Versorgungsbereich. Dieser ergebe sich aus den örtlichen Gegebenheiten, könne aber auch durch ein städtebauliches Entwicklungskonzept vorgegeben werden. Als schädlich für den Versorgungsbereich seien Vorhaben eingestuft, die nachhaltige Störungen zur Folge haben, "wenn der Versorgungsauftrag substanziell nicht mehr wahrgenommen werden kann", so der Gesetzestext. Durch Bebauungspläne könne die Entwicklung außerhalb des Versorgungsbereichs gesteuert werden. Zum Stichwort "Entschädigung" informierte Dirnberger unter anderem, dass jegliche Ansprüche entfallen, wenn jemand sein Baurecht sieben Jahre nicht ausgenutzt hat.

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