Ulm/Ehingen
Keine Ware von Unilever
Konsumgüterkonzern stoppt Lieferungen an Schlecker
Für die Schlecker-Mitarbeiter ist nach dem Insolvenzantrag der Drogeriekette Geduld angesagt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will sich zunächst eine Übersicht über alle Ansprüche von Lieferanten und anderen Gläubigern verschaffen. "Es laufen Gespräche mit allen Beteiligten", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Wie er weiter sagte, seien die Gehälter gesichert. Am Dienstag sei der Geschäftsbetrieb unverändert weitergelaufen.Der Konsumgüterkonzern Unilever hat seine Lieferungen an Schlecker vorerst eingestellt. Das teilte ein Sprecher der deutschen Tochter mit. Der Lieferstopp gelte seit Montag. "Wir stehen aber in engem Kontakt mit Schlecker und hoffen, die Lieferungen schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können." Der Schlecker-Sprecher erklärte, zu einzelnen Lieferanten äußere sich die Kette nicht.
Die Gewerkschaft Verdi drängt auf zeitnahe Gespräche über die Zukunft der rund 30 000 deutschen Beschäftigten. Zu möglicherweise anstehenden Entlassungen wollte eine Gewerkschaftssprecherin in Berlin nichts sagen. "Es ist aber klar, dass eine Insolvenz selbst noch keinen Kündigungsgrund darstellt", erklärte sie. Die Gewerkschaft werte es aber als "Signal" an die Mitarbeiter, dass Schlecker sich Tarifverträgen verpflichtet fühle.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.




Deutsche Bank / Realtime Indikation












