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Angemerkt
Unbedachte
Planer
Namen nannten die Kommandeure Georg Schreglmann vom Logistikbataillon 472 und Stephan Thomas von der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" bei ihren Neujahrsempfängen nicht. Sie beklagten sich aber unisono über die Aussetzung der Wehrpflicht, die beiden Standorten enorme Probleme bereite. Die Bereitschaft, jetzt freiwillig den Dienst an der Waffe anzutreten und dadurch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in ein Kriegsgebiet zu müssen, sei nicht so hoch, "wie es unsere Planer erwartet haben", sagte Oberstleutnant Schreglmann und hat Recht.
"Die Planer" haben mit dem Umbau der Bundeswehr zu einer Freiwilligen-Armee auch das Ende des Zivildienstes besiegelt, von dem Verbände wie die Caritas oder das Bayerische Rote Kreuz jahrelang profitierten. Auch diese Arbeiten auf eine ungezwungene Basis zu stellen, hat mehr Schwierigkeiten bereitet, als Probleme gelöst. Denn die gab es auch schon mit den Zivis. Angesichts einer zuletzt nur noch sechsmonatigen Einsatzzeit verzichteten zum Beispiel die Diakonie oder die Arbeiterwohlfahrt auf die Ersatzdienstler. Die Koordination sei zu kompliziert gewesen, sagt AWO-Chef Martin Seibert, und auch Reinhold Wurm von der Diakonie weint den späten Zivis keine Träne nach: "Das war für uns kein großer Gewinn."
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