Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) legt nach Geschäftsrückgängen die Axt bei seiner Belegschaft an. Voraussichtlich rund 27 000 Mitarbeiter müssen das Unternehmen bis Herbst 2014 verlassen. Bislang hat HP weltweit rund 349 000 Beschäftigte.
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Von (dpa) |
25.01.2012
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München
Siemens spürt die Flaute
Konzern startet mit Gewinneinbruch ins neue Geschäftsjahr - Erneuerbare Energien mit Verlust
München. (dpa) Die Schuldenkrise und das Geschäft mit erneuerbaren Energien haben Siemens den Start ins neue Geschäftsjahr verdorben. Zwischen Oktober und Dezember 2011 sank das Konzernergebnis um 17 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro.
Rund 300 Mitarbeiter der Siemens-Tochter Osram und Nokia Siemens Networks demonstrieren am Dienstag am Rande der Siemens-Hauptversammlung in München. Bild: dpa
Im ersten Quartal 2011/12 legte der Umsatz dank eines Auftragspolsters von 102 Milliarden Euro zwar noch einmal um zwei Prozent auf 17,9 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang lag jedoch um fünf Prozent unter dem des Vorjahres. "2012 wird kein leichtes Jahr. Auch wenn es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Erholung kommt, müssen wir hart arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen", sagte Siemens-Chef Peter Löscher auf der Hauptversammlung am Dienstag in München. Der Manager will einen Jahresgewinn von sechs Milliarden Euro einfahren.
Ausgerechnet das Geschäft mit erneuerbaren Energien, auf das Siemens große Hoffnungen setzt, macht Löscher nun Sorgen. Solar- und Windenergie teilten unter sich zum Start ins neue Geschäftsjahr einen Verlust von 48 Millionen Euro auf. Bürokratische Hindernisse bei der Anbindung von Windparks auf hoher See an das Stromnetz büßte der Konzern mit Abschreibungen in Höhe von 203 Millionen Euro.
Zurückhaltung in Asien
Beim Geschäftssektor Infrastructure & Cities drückten Verzögerungen bei der Auslieferung von Zügen an die Deutsche Bahn und damit verbundene Abschreibungen von 69 Millionen Euro den Gewinn. Auf den beiden anderen Konzernsektoren, Gesundheitstechnik und Industrie, lasteten Kosten für strukturelle Umbauten oder den Vertrieb sowie sinkende Bestellungen. Als Ursachen für den Nachfragerückgang machte Siemens sowohl die Euro-Schuldenkrise als auch eine große Kaufzurückhaltung in Asien aus. Allein in China sank der Bestelleingang um 17 Prozent auf unter 1,4 Milliarden Euro.
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Siemens spürt die Flaute
Konzern startet mit Gewinneinbruch ins neue Geschäftsjahr - Erneuerbare Energien mit Verlust
In China werde sich die Nachfrage in den nächsten Quartalen wieder verbessern, sagte Löscher. Für Europa rechnet er mit einer "milden Rezession", in den USA mit einem stabilen Umfeld, und die Entwicklungsländer blieben weiter Wachstumsmotor". Insgesamt kalkuliert die Konzernführung mit einem ebenfalls schwierigen zweiten Geschäftsquartal. Neben den konjunkturellen Risiken droht Ungemach von dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN). Der geplante Abbau von weltweit 17 000 Stellen wird laut Siemens-Finanzchef Joe Kaeser den Konzern mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag belasten.
Mitarbeiter demonstrieren
Die rund 8800 zur Hauptversammlung angereisten Aktionäre hatten wenig am erfolgreichen Geschäftsjahr 2010/2011 auszusetzen. Allerdings forderten sie eine höhere Dividende als die in Aussicht gestellten drei Euro je Aktie. Am Rande der Hauptversammlung demonstrierten Mitarbeiter von Osram und NSN den angekündigten Abbau mehrerer tausend Arbeitsplätze. NSN-Gesamtbetriebsratschef Georg Nassauer warf Nokia katastrophales Management vor und forderte: "Siemens muss personell und finanziell die Verantwortung übernehmen, und die Führung muss zurück nach Deutschland!" Osram-Gesamtbetriebsratschef Willi Sattler sagte, die Beschäftigten in Deutschland hätten Osram groß gemacht, und jetzt wolle sich das Management von ihnen verabschieden. "Das werden wir nicht zulassen."
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