Zum Artikel "Eine Halle, mehrfache Nutzung" über die Konzeption für eine geplante Mehrfachhalle der Marktgemeinde erreichte uns folgende Zuschrift:
"Mit der geplanten Mehrzweckhalle in Wernberg-Köblitz sorgt die Marktgemeinde wieder mal für Aufsehen. Nach dem bereits sehr umstrittenen Projekt Marktplatzsanierung, stellt auch diese Baumaßnahme mit einem geplanten Investitionsvolumen von 5 Mio. Euro eine große Belastung für den kommunalen Haushalt dar. Ob in Zeiten allseits geforderter Haushaltskonsolidierungen eine solche Investition zu rechtfertigen ist, sollte man hinterfragen.
Natürlich besteht in Wernberg-Köblitz aufgrund der Baufälligkeit des Jugendheimes und der TSV-Turnhalle ein grundsätzlicher Bedarf einer Mehrzweckhalle. Die Dimension dieses Bauwerkes und die damit verbundenen Bau- und auch Unterhaltskosten erscheinen mir allerdings eine Nummer zu groß. In Zeiten der Schuldenkrise und des Geburtenrückganges sollte man doch auch einmal maßhalten und absehbare Entwicklungen in die Entscheidungsprozesse mit einfließen lassen. Während Veranstaltungen wie das Mutter-Anna-Fest und auch teilweise Faschingsveranstaltungen bereits abgesagt wurden, plant man in Wernberg-Köblitz eine Mehrzweckhalle für Großveranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen.
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23.01.2012
| Netzcode: 3114191 | 128 Mal gelesen.
Leserbrief
Auch die Tatsache, dass viele Vereine in Wernberg-Köblitz, wie auch in anderen Kommunen erhebliche Nachwuchsprobleme haben, wird sich in naher Zukunft negativ auf die Durchführung von Veranstaltungen auswirken. Ein gutes Beispiel hierfür sind die im letzten Jahr abgesagte Maibaumaufstellung und Silvesterparty auf dem neuen Marktplatz. Nationale beziehungsweise Landesmeisterschaften, wie in einem früheren Zeitungsbericht angesprochen, werden sicherlich auch nicht jährlich in unsere Marktgemeinde vergeben.
Wie der Bedarf einer so großen Mehrzweckhalle überhaupt ermittelt wurde, ist mir in diesem Zusammenhang völlig schleierhaft. Vielleicht ergab er sich aus einer durchgeführten Befragung der ortsansässigen Vereine. Dass dabei kein Verein zu kurz kommen wollte, und verständlicher Weise bemüht war, alle möglichen Nutzungsforderungen auf den Tisch zu bringen, ist nachvollziehbar. Man hat ja dadurch keinen Nachteil, auch wenn die Angaben beim genaueren Hinsehen leichte Übertreibungen erahnen lassen.
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Leserbrief
In diesem Zusammenhang stellt sich generell die Frage, wie der Betrieb mancher auf die Nutzung von Hallen angewiesener Vereine momentan überhaupt noch möglich ist. Na gut, derzeit fangen die "kleine" Mehrzweckhalle und die Schulturnhalle fast alles auf. Aber braucht man dann eigentlich noch zusätzlich eine so große Halle? Für mich ist die Antwort ganz klar "Nein".
Abschließend möchte ich den Markträten unserer Gemeinde empfehlen, bei den oftmals gewiss nicht einfachen Entscheidungen ihres Gremiums öfters auch einmal auf gut gemeinte Stimmen in der Bevölkerung zu hören und bei den Planungen von gemeindlichen Einrichtungen neben der Vernunft auch ein gewisses Maß an Bescheidenheit einfließen zu lassen."
Franz Wilhelm, Wernberg-Köblitz
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Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
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