Zur Debatte über das Krankenhaus Eschenbach meint ein Leser:
Herr Walter Thurn hat völlig Recht mit seinen Feststellungen im Leserbrief vom 20. Januar. Die Abwertung der Leistungen, die für Eschenbach angeblich 850 000 Euro Mindereinnahmen bedeuteten, war schon 2004 bis 2008, und trotzdem wurde noch Ende des Jahres 2011 seitens Verantwortlicher der Kliniken AG von einem Fortbestehen des Krankenhauses Eschenbach in der bisherigen Form und der Stilllegung des Neustädter Krankenhauses gesprochen. Worauf nun der Sinneswandel zurückzuführen ist, bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis. Ob die von Herrn Götz angesprochene drohende Insolvenz allein dem Eschenbacher Haus anzulasten ist?
Hat die erwähnte Leistungsabwertung nur Eschenbach betroffen? Wie hoch war der Abwertungsverlust für die anderen Häuser im Klinikenverbund? Darüber hat sich Herr Götz ausgeschwiegen. Er hat sich auch nicht über die wirtschaftliche Lage der anderen Häuser im Klinikverbund ausgelassen und warum die Wahl nun jetzt gerade auf Eschenbach gefallen ist. Ich frage, ob das Klinikum Weiden so große Kapazitäten vorhält und finanzieren kann, dass es seit vielen Monaten Leistungen für ein fremdes Krankenhaus (München-Bogenhausen) übernommen hat.
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23.01.2012
| Netzcode: 3114129 | 127 Mal gelesen.
Briefe an die Redaktion
Der Landkreis hat für die Einbringung von drei funktionsfähigen, kurz vorher teilweise sanierten und neu ausgestatteten Häusern in die Kliniken AG nur ein minimales Mitspracherecht bekommen. Von daher kommt meiner Meinung nach der von Walter Thurn schon früher angesprochene politische Skandal. Mit dieser Einbringung hat der Landkreis auf Grund des geringen Stimmenpotenzials keinen mitentscheidenden Einfluss mehr. Das Problem einer schon früher diskutieren Stilllegung eines Kreiskrankenhauses wurde in der Kliniken AG offensichtlich weiter gewälzt mit dem kurz- bis mittelfristigen Ziel, zumindest ein Haus zu schließen.
Ob vom Gesetzgeber verursacht oder sonst gewollt: für Eschenbach wurden die Chancen drastisch verschlechtert: unter anderem Stilllegung der (neu eingerichteten) Küche, Verlust der Schwesternschule, Aberkennung des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens, Einstellung der Geburtshilfe und gynäkologischen Abteilung, allgemeine Verringerung der Bettenzahlen, Verlust der Orthopädie mit zwei Ärzten und ersatzweiser stundenweiser Besetzung mit entsprechend wochenlangen Wartezeiten, Beschaffung eines Computertomographen, der auf Grund ärztlicher Vetos aus Weiden nur für stationäre Patienten eingesetzt wird.
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23.01.2012
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Briefe an die Redaktion
Was ist mit der nun nicht mehr benötigten, überflüssigen Ausstattung geschehen? Wie hat sich dies wertmäßig auf die Kostenrechnung des Hauses Eschenbach ausgewirkt? Mit welchen Werten ist sie in die Kostenrechnung eingeflossen? Haben Abschreibungen das Defizit mit verursacht? (Banken haben bekanntlich Sach- und Geldwertverluste abgeschrieben und damit Verluste bilanziert.)
Herr Götz ist nun gefordert, mit vollem Einsatz seine Vorschläge im Zusammenwirken mit der Kliniken AG und der Politik in die Tat umzusetzen. Trotzdem sind sie eine wenig befriedigende Ersatzlösung für eine bisher ortsnahe ärztliche Versorgung in einem Krankenhaus der Grundstufe, in einer Zeit, wo trotz aller Beteuerungen von Humanität und Bürgernähe leider nur Geld die ausschlaggebende und große Rolle spielt. Ich selbst war in den letzten Jahren im Eschenbacher Krankenhaus sowohl in der internen als auch in der chirurgischen Abteilung in stationärer Behandlung und kann den Ärzten, dem medizinisch-technischen, dem Pflege- und Hauspersonal nur Lob und höchste Anerkennung aussprechen.
Bruno UhlEschenbach
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Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
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Susanne
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